Eine 30-er Zone ist an der Heilmaierstraße bereits ausgewiesen. Dennoch besteht dort Handlungsbedarf, was die Verkehrsplanung angeht.
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Eine 30-er Zone ist an der Heilmaierstraße bereits ausgewiesen. Dennoch besteht dort Handlungsbedarf, was die Verkehrsplanung angeht.

Zollinger Heilmaierstraße als Erstes im Blick

Verkehrskonzept für Zolling angedacht: Schulwegsicherheit steht ganz oben

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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Fachleute haben sich den Verkehr in Zolling genau angeschaut. Und sie haben Ideen für ein Konzept, das vor allem den Kindern mehr Sicherheit bieten könnten.

Zolling - Verkehr ist auch in der Gemeinde Zolling ein wichtiges Thema. Und deshalb wird man eine Verkehrsplanung in Auftrag geben, die wohl das Ingenieurbüro Ingevost durchführen soll. Büroinhaber Christian Fahnberg und Projektleiterin Nikola Richter waren am Dienstag in den Gemeinderat gekommen, um vorzustellen, was die Kommune an Leistungen und fachlicher Beratung erhalten könne.

Und es gibt auch schon ein erstes Projekt, um das man sich kümmern wird: die Heilmaierstraße. Der Fokus, so erläuterte Fahnberg den Gemeinderäten, liege nach Absprache mit der Verwaltung zunächst auf dem Kernort Zolling.

Den Bereich rund um die Zollinger Schule im Visier

In einem Vorgespräch mit Bürgermeister Helmut Priller und der Verwaltung seien bereits die Rahmenbedingungen für eine mögliche Zusammenarbeit abgesteckt worden. Geeinigt habe man sich darauf, dass das Büro zunächst eine umfassende Bestandsaufnahme der verkehrlichen Infrastruktur vornehme. Erste Vorarbeiten wie die Erstellung eines klassifizierten Straßennetzes, die Erfassung der Fuß- und Radwege sowie von Unfallorten mit Fahrradbeteiligung habe man bereits durchgeführt, erläuterte Richter. Und auch Daten aus Verkehrszählungen habe man schon erhalten und teilweise ausgewertet. Dazu gehört vor allem der Bereich der Heilmaierstraße, die als erster konkreter Planungsbereich auserkoren wurde, so Fahnberg. Grund: Beim geplanten und anstehenden Aus- und Umbau dieser Straße sollen verschiedene Aspekte wie das Parken für die Anwohner, aber auch vor allem die Schulwegsicherheit betrachtet und berücksichtigt werden, wozu auch der morgendliche und mittägliche Bring- und Abholverkehr durch Eltern und die Busse gehören.

Die Busbucht vor der Schule soll im Falle eines Verkehrskonzepts ebenfalls überplant werden, um die Sicherheit der Kinder zu erhöhen.

Ingevost versprach mit Hinweis auf zahlreiche Referenzprojekte eine fachlich fundierte Verkehrsplanung, die sich selbstverständlich auch auf andere, von der Gemeinde vorgegebene Bereiche beziehen würde.

Arbeitskreis soll Gemeinderat entlasten

Um den Gemeinderat zu entlasten, regte Richter die Installierung eines Arbeitskreises an, in den sich sowohl Vertreter der Gemeinderatsfraktionen, Vertreter von Wirtschaft und Interessenverbänden, öffentlicher Institutionen sowie der Verwaltung, vor allem aber auch die Polizei und die Bürger selbst einbringen sollten. Denn Bürgerbeteiligung werde im Rahmen des Prozesses einer solchen Verkehrsplanung groß geschrieben und sei extrem wichtig, um die Bevölkerung auch für die Maßnahmen zu gewinnen und „mitzunehmen“, so das Credo von Ingevost. Möglichkeiten einer solchen Bürgerbeteiligung gebe es viele – von Workshops über Klausurtagungen bis hin zu Fragebögen.

Zollinger Gremium angetan von Präsentation

Die Gemeinderäte nahmen die Präsentation wohlwollend und mit zustimmendem Kopfnicken zur Kenntnis. Ein Beschluss dazu wurde allerdings nicht gefasst.

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