Die Bürgermeister der Nord-Gemeinden trafen sich am Mittwochnachmittag auf Einladung der SPD-Stadt- und Kreistagsfraktion auf Höhe des Kuhbachgrabens an der Gemeindegrenze Freising/Zolling, wo die Radtrasse von Au über Nadlstadt, Attenkirchen, Flitzing und Zolling endet.
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Die Bürgermeister der Nord-Gemeinden trafen sich am Mittwochnachmittag auf Einladung der SPD-Stadt- und Kreistagsfraktion auf Höhe des Kuhbachgrabens an der Gemeindegrenze Freising/Zolling, wo die Radtrasse von Au über Nadlstadt, Attenkirchen, Flitzing und Zolling endet.

Wichtiger Schritt für Energiewende

„Werden dafür kämpfen“: SPD-Räte und Ampertal-Bürgermeister wollen Radweg-Lückenschluss

Für den Rad-Pendelverkehr zwischen der Hallertau und Freising wäre der Lückenschluss ein großer Schritt. Ampertal-Bürgermeister und SPD wollen dafür kämpfen.

Zolling/Erlau – Für den Rad-Pendelverkehr zwischen der Hallertau und Freising wäre es ein großer Schritt: die Schließung der knapp 800 Meter langen Lücke des Radwegs zwischen dem Freisinger Ortsteil Erlau und der Gemeindegrenze von Zolling. Am südlichen Ende des Kuhbachgrabens an der B 301, wo der von Au über Nandlstadt, Attenkirchen, Flitzing und Zolling führende Radweg abrupt endet, trafen sich am frühen Mittwochabend die Rathauschefs der Nord-Gemeinden auf Einladung der SPD-Stadt- und Kreistagsfraktion, um den aktuellen Stand der Planung zu erörtern.

Teilabschnitt taucht im neuen Radwegeplan nicht mehr auf

Mit der Fertigstellung der B 301-Nordost-Umfahrung in den nächsten Monaten werde es künftig nur für die Autofahrer einfacher, meinte Zollings Bürgermeister Helmut Priller. Etwa acht Minuten werde es dann noch dauern, bis man von Zolling aus die Autobahn A 92 erreiche. Aber was bedeutet die neue Trassenführung für den Radfahrer? Zwischen der Ortsausfahrt von Zolling und Erlau werde man sicherlich mit höherer Pkw-Frequenz rechnen müssen, so die Einschätzung des Rathauschefs.

Der für den Ort so wichtige Teilabschnitt des Radwegs, Zolling-Tüntenhausen, sei ursprünglich im Radwegeplan des Freistaats Bayern vorgesehen gewesen, so Priller. Im neuen gültigen Plan bis 2024 tauche er jedoch nicht mehr auf (wir berichteten). Die geplante Erneuerung und Verbreiterung der Brücke über den Kuhbach mit Installierung des Radwegs sei damit hinfällig. Das Projekt B 301-Nordostumfahrung des Freistaates ende jetzt nämlich bereits in Erlau, so die Kommunalpolitiker.

Auch Erlauer Bürger wünschen sich durchgehenden Radweg

Im Zuge einer sogenannten Sonderbaulast könnte die Gemeinde Zolling den Radweg zwar bauen, meinte Priller. Allerdings sei dazu erst einmal ein Grunderwerbsplan nötig. Diesen habe man bereits von der zuständigen Sachbearbeiterin im Staatlichen Bauamt Freising angefordert. „Wenn ich nicht weiß, wie viel Grund für den Bau des Radwegs nötig sind, kann ich keine Gespräche mit den Grundstücksbesitzern führen“, sagte Priller. Die Gemeinde sei bereit, die Grundstücksverhandlungen zu führen, obwohl das eine freiwillige Leistung sei. Denn das noch ausstehende Teilstück des Radwegs befinde sich auf Grund der Stadt Freising. Auch für die Bewohner des Freisinger Ortsteils Erlau mit der angrenzenden „Amperleite“ sei ein durchgehender Radweg mehr als wünschenswert, sagte Priller.

Das wurde bei der Ortsbesichtigung deutlich. Viele Anlieger wollten sich direkt von den anwesenden Politkern informieren lassen. Man habe ja Kinder und Enkelkinder, die nach Freising zur Schule müssten, so die Anlieger. Nach Fertigstellung der Nordostumfahrung wird die Bundesstraße bis zum Freisinger Norden hin zur Kreisstraße abgestuft. Damit fällt sie aus der Zuständigkeit des Freistaates. Für die Verlängerung des Radwegs zwischen Erlau und Tüntenhausen wäre dann der Landkreis zuständig.

Auf Verlängerung wird noch heute gewartet

„Wir werden dafür kämpfen“, so der Tenor unter den anwesenden Kommunalpolitikern.“ Man scheue auch nicht davor zurück, an frühere Versprechungen von Politkern zu erinnern, die sich bereits vor Jahren für das noch ausstehende Teilstück stark gemacht hatten. Immerhin sei bereits beim Bau des Radwegs die Verlängerung im Raum gestanden. „Wir warten heute noch drauf“, ärgerte sich Priller. Hinsichtlich der Energiewende wäre eine durchgehende Radwegverbindung zwischen der Hallertau und Freising sehr wichtig, betonte SPD Stadt- und Kreisrat Peter Warlimont.

Maria Martin

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