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Corona-Schutz: Zollinger Schulverband trifft Entscheidung für Grundschule

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Von: Andreas Beschorner

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Luftfilter für Schulen
Mobile Luftreiniger für Klassenzimmer (Symbolbild) hat der Zollinger Schulverband abgelehnt - und jetzt eine andere Lösung gefunden. © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Knapp hat der Schulverband Zolling im Sommer gegen mobile Luftreiniger in Klassen votiert. Jetzt hat man eine andere Lösung - zumindest für die Grundschule.

Zolling – Im Juli hatte der Schulverband Zolling denkbar knapp mit 4:4 Stimmen die Anschaffung von mobilen Luftreinigungsgeräten für die Grund- und Mittelschule Zolling abgelehnt (wir haben berichtet). Schon zuvor war ein Ingenieurbüro damit beauftragt worden, den möglichen Einbau einer Zentrallüftungsanlage zu prüfen. Jetzt lag das Ergebnis samt Kostenschätzung vor.

Nun hat der Schulverband am Mittwoch beschlossen, wenigstens den Grundschulbau mit so einer Zentrallüftungsanlage zu versehen. Als Vorteile einer solchen Zentrallüftungsanlage gegenüber mobilen Luftreinigungsgeräten wurden vom Schulverbandsvorsitzenden Helmut Priller und von der Verwaltung angeführt, dass nicht nur die Virenbelastung reduziert, sondern auch eine Wärme- und Feuchterückgewinnung erreicht werden könne.

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Priller sagte auch, nach dem Einbau einer solchen Zentrallüftungsanlage könne man die Fenster geschlossen halten, um den Lärm „draußen zu lassen“. Zudem werde die mit Viren belastete Luft dort abgesaugt, wo die Belastung am größten ist (nämlich unter der Decke), und könne auch der Pollenflug für Allergiker minimiert werden.

Das Ingenieurbüo Bauer Hofstetter aus Eching hatte sich also sowohl den Nordbau, in dem die Mittelschule untergebracht ist, als auch den Südbau, in dem die Grundschule beheimatet ist, angesehen. Resultat der Machbarkeitsuntersuchung: Jeweils 614 000 Euro dürfte der Einbau einer Zentrallüftung kosten, mit der dann insgesamt 24 Klassenzimmer und diverse andere Räume versorgt würden.

Böses Erwachen bei Fördersumme

Wichtig: Vom Bundeswirtschaftsministerium werden solche Anlagen derzeit mit bis zu 80 Prozent der Kosten, maximal jedoch mit 500 000 Euro pro Standort, gefördert. Die Rechnung, die das Ingenieurbüro und der Schulverband also aufgemacht hatten, lautete so: 1,2 Millionen Euro müsse man insgesamt investieren, bekomme dann für die beiden Standorte eine Million Euro als Zuschuss.

Doch da hatte man die Rechnung ohne das Ministerium gemacht: Das, so teilte Priller bei der Sitzung am Mittwoch mit, sehe die Grund- und Mittelschule Zolling als einen Standort. Folglich gebe es auch nur 500000 Euro an Förderung. Und das wiederum führte im Schulverband dazu, dass man nun nicht beide Schulen mit einer Zentrallüftungsanlage ausstatten wird, sondern lediglich die Grundschule. Somit verblieben beim Schulverband nur rund 120 000 Euro an Kosten. Dieses schon im Vorfeld zwischen den Bürgermeistern abgesprochene Vorgehen wurde dann auch einstimmig befürwortet.

Nun werden die Planungsleistungen ausgeschrieben und die Förderanträge gestellt.

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