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Das satte Grün soll einer erdigen Hügellandschaft weichen: Das Grundstück in unmittelbarer Nachbarschaft zum Sportgelände wurde für den Dirtpark auserkoren.

Zollinger Dirtpart: Planungwauftrag einstimmig beschlossen

Zolling: Dirtpark direkt neben dem SpVgg-Sportgelände

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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Zolling: Die Gemeinde könnte bald um eine Attraktion reicher sein: Das Ratsgremium hat einen Antrag der ÜWG befürwortet, einen Dirtpark samt Pumptrack zu errichten.

Zolling –  Man hat sogar schon ein Grundstück ausfindig gemacht, auf dem künftig die Jugend ihrer Mountainbike- und BMX-Leidenschaft nachgehen kann. Zudem wurde der Auftrag für die Erstellung eines Konzepts für so eine Anlage vergeben. Im August hatte die ÜWG-Fraktion angeregt, Voraussetzungen für den Bau einer solchen Anlage zu prüfen.

Vor allem, so Bürgermeister Helmut Priller, sei es nun darum gegangen, ein geeignetes Grundstück zu finden. Wichtige Kriterien bei der Suche seien der Anschluss an das bestehende Radwegenetz gewesen, dass die Gemeinde möglichst Eigentümer des Grundstücks sei und das Areal leicht und über wenig befahrene Straßen zu erreichen sei. Besonders wichtig auch: Das Grundstück sollte nicht „irgendwo an der Peripherie“ liegen, so Priller, sondern dort, wo auch öffentlich genutzte Plätze in der Nähe seien, damit im Notfall Hilfe vor Ort sei. All diese Kriterien, so habe die Standortsuche ergeben, erfülle ein Grundstück, das im Norden an das bestehende Sportgelände der SpVgg Zolling anschließt – genauer: nördlich der Tennisplätze.

Wellen, Steilkurven, Strünge

Geplant ist dort dann der Bau eines Dirtparks (Fahrradparks) beziehungsweise einer Pumptrack, also eines Rundkurses mit Wellen, Steilkurven und Sprüngen. Zwei Fahrstrecken unterschiedlicher Schwierigkeit sollen auf dem fast 3000 Quadratmeter großen Areal ausgebildet werden, die überplante Fläche dürfte sich auf 2000 Quadratmeter belaufen. Um eine genauere Vorstellung davon zu haben, was da entstehen kann und soll, hat der Gemeinderat zum Pauschalpreis von 3500 Euro die Firma Radquartier mit der Ausarbeitung einer Konzeption beauftragt.

Wolfgang Hilz (UBZ) wäre es wohler gewesen, wenn man bereits jetzt eine Grobkostenschätzung gehabt hätte, wobei Priller zuvor festgestellt hatte, man könne bei der tatsächlichen Umsetzung des Projekts zu großen Teilen auf den gemeindlichen Bauhof setzen.

Viele andere Fragen hatte der UBZ-Fraktionsvorsitzende Karl Toth: Sei das mit der Spielvereinigung abgesprochen? Müsse man in der künftigen Satzung nicht auch berücksichtigen, dass Tennis-Wettkämpfe nicht gestört würden? Wie sei das mit dem Zugang zum Gelände? Und wie funktioniere das mit der Nutzung der Sanitäranlagen? Wie Stephan Wöhrl (CSU) sagte, gebe es von Seiten des Sportvereins gegen dieses Projekt keine Einwände. Zu der Frage der Kosten stellte Helmut Priller den Gemeinderat vor die Wahl: Man könne jetzt einen maximalen Kostendeckel „in Höhe x“ festlegen oder das Konzept der Firma Radquartier samt erster Grobkostenschätzung abwarten.

Planungsauftrag einstimmig beschlossen

Der Gemeinderat erteilte den Planungsauftrag einstimmig, beschloss zudem, dass die öffentlichen Belange des Natur- und Landschaftsschutzes zu würdigen seien. Immerhin liegt das Grundstück im Landschaftsschutzgebiet „Ampertal im Landkreis Freising“ und im vorläufig gesicherten Überschwemmungsgebiet. Die Untere Naturschutzbehörde hat bisher keine Bedenken gegen das Vorhaben geäußert.

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