Gute Nachrichten: Die Zollinger müssen künftig weniger Abwassergebühren zahlen.
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Gute Nachrichten: Die Zollinger müssen künftig weniger Abwassergebühren zahlen. Symbolbild

Berechnung gilt für die nächsten vier Jahre

Neu kalkuliert: Abwassergebühren in Zolling sinken

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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Die Zollinger können sich freuen: Die Abwassergebühren werden billiger - auf jeden Fall für die nächsten vier Jahre.

Zolling – Da kommt Freude auf. Große Freude. Die Bürger von Zolling müssen ab 1. Januar 2021 weniger Gebühren für das Schmutzwasser und das Niederschlagswasser bezahlen. Die für vier Jahre geltende Neukalkulation, die dieses erfreuliche Resultat erbracht hatte, wurde am Dienstagabend vom Zollinger Gemeinderat einstimmig gebilligt.

Überschuss von 320.000 Euro erwirtschaftet

Bettina Radlbeck vom gleichnamigen Kommunalberatungsbüro aus Straubing legte den Räten zunächst die Nachkalkulation der Jahre 2017 bis 2020 für die jetzt gesplittete Abwassergebühr vor. Das Resultat: Obwohl die Abwasserentsorgung lediglich kostendeckend arbeiten soll, hat die Gemeinde Zolling in den vergangenen vier Jahren aus den Gebühren einen Überschuss von 320 000 Euro erwirtschaftet. Davon entfallen 260 000 Euro auf das Schmutzwasser und 60 000 Euro auf das Niederschlagswasser. Diese Summen müssen nun eben – und damit war man bei der Neukalkulatiion – in den kommenden vier Jahren an die Gebührenzahler wieder zurückgegeben werden, um die Kostendeckung zu gewährleisten und keinen Gewinn einzufahren.

Unter Einbeziehung anstehender Investitionen ergebe das laut Berechnungen des Büros, dass die Einleitungsgebühr pro Kubikmeter Schmutzwasser von 2,75 auf 2,38 Euro sinke. Für Niederschlagswasser müsse man künftig 0,31 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche berappen.

Offizielle Ansage: Abkochgebot aufgehoben

Stellungnahmen oder Diskussionen gab es im Gemeinderat zu dieser Berechnung nicht. Auch die neue Entwässerungssatzung samt dazugehöriger Beitrags- und Gebührensatzung wurde einstimmig beschlossen.

Und das war am Dienstagabend nicht die einzige gute Nachricht für Zolling in Sachen Wasser: Bürgermeister Helmut Priller verkündete im Gemeinderat auch noch einmal ganz offiziell, dass das Abkochgebot für das Trinkwasser in der Gemeinde aufgehoben worden sei (wir haben berichtet). „Das war ein schweres Stück Arbeit“, blickte Priller auf die vergangenen Wochen zurück. Schließlich sei das Problem „nicht so schnell bearbeitet worden, wie man das vielleicht erwarten könnte“. Allerdings gestand der Rathauschef dem zuständigen Gesundheitsamt Freising ebenfalls zu, dass es derzeit „andere Probleme als das Trinkwasser in Zolling“ gebe.

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