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Sie sind der Motor der Sammelaktion Ludwig Schmitt (l.) und Matthias Finkenzeller aus Zolling koordinieren die Altpapiersammlung in Zolling.

Sammelaktion in Zolling

28,8 Tonnen Papier

Zolling - Jeden letzten Samstag im Monat ist es so weit: Dann krempeln die Ehrenamtlichen des Zollinger Pfarrgemeinderats die Ärmel hoch. Am Parkplatz des Zollinger Pfarrheims wird Altpapier angeliefert, das gebündelt oder in Kisten verpackt entgegengenommen wird. Es sind zwei Ehrenamtliche, die diese besondere Aktion am Laufen halten.

Matthias Finkenzeller und Ludwig Schmitt hatten am vergangenen Samstag alle Hände voll zu tun, die Pkw, Pritschenwägen und Traktoren abzuladen. Seit 2011 gibt es diese Aktion. Angeregt wurde sie vom Vorsitzenden des Zollinger Pfarrgemeinderates, Matthias Wiesheu im Jahr 2011. Was ursprünglich aus dem Pfarrer-Nikolaus-Reichl-Werk hervorgegangen war, hat sich mittlerweile zu einer festen Einrichtung der Pfarrei herauskristallisiert. Denn mit den Erlösen habe bisher schon oft unbürokratische Hilfe geleistet werden können, freut sich Finkenzeller.

Von 22 Tonnen im Jahr 2012 habe sich die Abgabemenge bis dato auf 28,8 Tonnen Altpapier pro Sammlung erhöht. Mittlerweile habe sich auch schon eine Stammkundschaft etabliert, erzählt Finkenzeller. „Ich sammle gerne, weil ich weiß, dass es für einen guten Zweck ist“ – das höre er öfter. Und dass auch diejenigen ihr Altpapier spenden können, die aus Alters- oder gesundheitlichen Gründen Hilfe benötigen, dafür sorgt der Pfarrgemeinderatsvorsitzende höchstpersönlich. „Die Leute rufen bei mir an, wenn sie das Altpapier nicht selbst transportieren können“, betont Matthias Wiesheu. Dann setzt sich der Zollinger in seinen Traktor oder seinen Pritschenwagen und fährt die einzelnen Haushalte ab.

Gut organisiert ist die Sammelaktion auch in den Zollinger Ortsteilen Thann und Anglberg. Dort wird das Altpapier nämlich zentral am Hof eines Bauern gesammelt, der wiederum an den betreffenden Samstagen mit dem voll beladenen Hänger oder Frontlader vor dem Zollinger Pfarrheim vorfährt. „Über die Altpapiersammlungen verfügen wir als Pfarrgemeinderat über mehr Aktionsradius“, so beschreibt Finkenzeller den Sinn der Sammlungen. Der Erlös komme der ganzen Pfarrgemeinde zugute. „Einmal konnten wir eine größere Spende für die Typisierungsaktion für Vincent Kammerloher zur Verfügung stellen“, erinnert sich der Öffentlichkeitsbeauftragte im Pfarrgemeinderat. Freizeitfahrten für die Ministranten konnten damit gesponsert werden, zudem unter anderem ein Geschenk anlässlich der Verabschiedung von Pfarrer Hans Sinseder im vergangenen Jahr.

Etwa 100 Haushalte beteiligen sich regelmäßig an der Altpapieraktion. Mittlerweile habe es sich „rum gesprochen“, sagte Finkenzeller. Auch im Pfarrbrief werde auf die aktuellen Termine verwiesen. Die nächste Sammlung findet am letzten Samstag im Juli statt. Auch dann werden die fleißigen Helfer hoffentlich wieder schwitzen, wenn es heißt, kräftig für den guten Zweck anzupacken. Zur Stärkung gibt es übrigens am Vormittag eine schmackhafte Brotzeit. „Die bringen uns die Frauen vorbei“, sagt Finkenzeller und lacht. „Dass wir Herren danach wieder besser zupacken können.“

Maria Martin

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