Gullydeckel
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Das Kanalnetz von Zolling ist sanierungsbedürftig. (Symbolbild)

„Riesiges Datenvolumen“

Zolling saniert marodes Kanalsystem: Anwohner „mitnehmen“

Die Zeit drängt: Wegen der Förderfähigkeit muss Zolling ein Sanierungskonzept für das marode Kanalsystem erstellen. Einen Schadensplan gibt es schon.

Zolling - Nun steht der nächste Schritt an. Aktuell geht es darum, ein schlüssiges Konzept für die dringend notwendige Sanierung vorzulegen. Das haben das Wasserwirtschaftsamt und der Landkreis Freising unisono gefordert, wie Bürgermeister Helmut Priller im Gemeinderat deutlich machte. Die Untersuchungen seien abgeschlossen, die Daten lägen vor. Er sprach von einem „sehr großen Bericht“ und einem „riesigen Datenvolumen“. Zum geforderten Sanierungskonzept sagte Priller, dass man auch die Anwohner „mitnehmen“ müsse. Es müsse genau festgehalten werden, was wann, wie und wo behoben werden soll. Das ganz müsse in ein gut geschnürtes Paket gepackt und bis August abgeliefert werden. Allein schon wegen der zu erwartenden Fördermittel, die er auf bis zu 70 Prozent taxierte. Dazu gelte es baldmöglichst ein Ingenieurbüro zu beauftragen. „Ein knappe Kiste.“

Gottfried Glatt (CSU) sah das genauso. „Ja, müssen wir machen!“, stimmte er zu. Ganz wichtig sei es, die privaten Grundstücke in die Dokumentation einzubeziehen. „Wann schreiben wir die an, bis wann müssen die das abgeben?“, wollte Glatt wissen. Rathauschef Priller schlug zeitnahe, etappenweise Infoveranstaltungen vor, in denen man die Grundstückseigner auf den neuesten Stand bringen wolle.

„Die jeweiligen Anwohner sind unterhaltspflichtig“

Teilweise sind öffentliche Leitungen auf Privatgrund verlegt und auch die privaten Hausanschlüsse können Schäden aufweisen, die es zu erfassen und abzustellen gilt. Die Dichtigkeit und Funktionstüchtigkeit der Kanäle sei auch auf Privatgrund zu gewährleisten, erklärte Priller. „Die jeweiligen Anwohner sind unterhaltspflichtig“, stellte der Rathauschef klar. Die Gemeinde stehe ihnen allerdings beratend zu Seite. Wörtlich sagte Priller: „Wir lassen unsere Bürgerinnen und Bürger hier nicht hängen.“ Erklärtes Ziel ist es demzufolge, die notwendigen Maßnahmen möglichst kostengünstig umzusetzen. Der Gemeinderat stimmte dem dargestellten Prozedere in vollem Umfang zu.
Alexander Fischer

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