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Freut sich über den Nachwuchs: Der scheidende 1. Vorsitzende Florian Höfinger (l.) mit der neuen Vorstandsriege der Zollinger Burschen, bestehend aus (v. l.) Martin Fischer, Johannes Schlichenmaier, Christopher Benz und Martin Bachmaier.

Emotionaler Abschied

Zollinger Burschen-Nachwuchs erhält die Tradition – und bleibt dem Motto treu

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Normalerweise geht es bei den Zollinger Burschen recht zünftig zu. Aber als sich die gesamte Vorstandsriege  aus ihren Ämtern verabschiedete, wurde es doch etwas emotional.

Zolling – Normalerweise geht es bei den Zollinger Burschen recht zünftig zu. Aber als sich die gesamte Vorstandsriege bei der Jahreshauptversammlung aus ihren Ämtern verabschiedete, um Platz für den Nachwuchs zu machen, wurde es doch etwas emotional.

„Es war einfach eine geile Zeit“, sagte 1. Vorsitzender Florian Höfinger, bevor er an seinen Nachfolger Johannes Schlichenmaier übergab. Sechs Jahre stand Höfinger an der Spitze des Katholischen Burschenvereins Zolling, zuvor war er zwei Jahre 2. Vorsitzender im Amt. In diesen Jahren habe er viel für sich gelernt. „Glaube, Treue, Brüderlichkeit“ – am Motto der Burschen zeigte Höfinger auf, wie er die Jahre erlebt hatte und wie er sich die Zukunft für den Verein wünscht.

Vor allem der Glaube kam an diesem Abend mehrfach zur Sprache. Ehrenmitglied Hans Hengster hatte darauf hingewiesen, dass dieser Aspekt nicht vergessen werden dürfe, trage man doch das „katholisch“ im Namen. Er erinnerte an eine „Jazz-Messe“, die man zu seiner aktiven Zeit organisiert hatte. Auch Höfinger betonte: „Das sind die Wurzeln unseres Vereins.“ Was Brüderlichkeit angeht, einem weiteren Wert der Burschen, machte sich Höfinger keine Sorgen. „Das haut bei uns hin.“ Der scheidende Vorsitzende wünschte sich weiterhin Zusammenhalt und einen guten Umgang mit Konflikten. „Man macht es aus und dann ist es auch wieder gut.“

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Für den neuen Vorstand hatte er noch ein paar Tipps im Gepäck: „Probiert Neues aus und vergesst das Alte nicht. Wir sind die, die für den Erhalt der Tradition in Bayern etwas tun können.“ Höfinger wünschte sich, dass der Verein so lebendig bleibe wie in den vergangenen Jahren. „Es ist extrem viel vorwärts gegangen. Und das lag maßgeblich an dir, Flo“, sagte Simon Goletz, bis dato Schriftführer des Vereins, an Höfinger gerichtet. Der Burschenball, die Beteiligung an Faschingsumzügen, die gute Netzwerkarbeit mit anderen Burschenvereinen in ganz Bayern und nicht zuletzt das rauschende Jubiläumsfest im Jahr 2017 – all das geschah unter der Leitung der alten Vorstandsriege. Für ihren 1. Vorsitzenden hatten die Vorstandskollegen auch ein Geschenk vorbereitet und brachten den sonst so souveränen Vereinschef damit etwas aus der Fassung.

Doch dann war es Zeit, die Verantwortung abzugeben. Nach einer reibungslosen Wahl waren alle zufrieden mit der neuen Führungsriege. Sie geben nun die Richtung des aktuell 129 Mitglieder starken Vereins vor. Weiterhin für Nachwuchs zu sorgen, ist eine Aufgabe für die Zukunft. Genauso wie Präsenz in der Gemeinde zu zeigen – indem man sich an Festen, Umzügen und Prozessionen wie an Fronleichnam beteiligt, indem man bei der „Aktion saubere Landschaft“ anpackt und mit Aktionen wie dem Mettwurstessen an Weihnachten zu einem lebendigen Ortsleben beiträgt.

Die neue Vorstandsriege jedenfalls sah motiviert aus. Und wenn man den Worten von Florian Höfinger glaubt, haben sie auch allen Grund dazu. Höfinger betonte: „Das ist der geilste Verein und das waren die unbeschwertesten Jahre meines Lebens.“

Die neue Vorstandschaft

1. Vorsitzender: Johannes Schlichenmaier, 2. Vorsitzender Martin Bachmaier, Kassier: Martin Fischer, Schriftführer: Christopher Benz, Beisitzer: Dominik Deischl, Florian Höfinger, Michael Fischer, Josef Kaindl, Moritz Gallus, Maximilian Schmid, Lukas Wöhrl Fahnenabordnung: 1. Fahnenträger: Dominik Deischl, 2. Fahnenträger: Markus Bauer, Fahnenbegleitung: Josef Kaindl, Adrian Kapaun, Moritz Gallus, Stephan Mayr, Andreas Hess.

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