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Schulverbandssitzung Zolling legt Finanzplan fest

Zollinger Schule: Weniger Schüler, höhere Kosten und eine große Finanzierungslücke

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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Die Schülerzahlen sinken, die Verbandsumlage steigt, die Schulden gehen wieder zurück, die Heizkosten werden sich erhöhen. Bei der Sitzung des Schulverbands Zolling am Montag ging es vor allem um Zahlen. Der Finanzplan für 2021 wurde festgezurrt.

Zolling – Der Haushalt für das Jahr 2021 stand am Montag auf der Tagesordnung der Schulverbandssitzung in Zolling. Daniela Schiffmann, die stellvertretende Kämmerin der Verwaltungsgesellschaft Zolling, legte den Verbandsräte das Zahlenwerk vor: Im Verwaltungshaushalt tue sich eine Finanzierungslücke von 918 000 Euro auf, die durch die Verbandsumlage der sechs Gemeinden gedeckt werden müsse.

Bei einer Schülerzahl von insgesamt 430 Verbandsschülern (heuer sind es noch 466) betrage die Umlage pro Schüler 2135 Euro, was knapp 200 Euro mehr seien als noch 2020. Damit trifft die Gemeinde Attenkirchen eine Summe von 83 265 Euro, Haag muss 113 155 Euro beisteuern, Wolfersdorf ist mit 83 265 Euro dabei und Zolling trägt den Löwenanteil von 638 386 Euro. Aus Langenbach und Freising besuchen keine Schüler die Mittelschule Zolling, weswegen diese beiden Gemeinden auch keine Umlage berappen müssen.

Drei Millionen Euro Schulden bis Ende 2021

Die Ausgaben im Verwaltungshaushalt betreffen vor allem die Schülerbeförderung (226 000 Euro), das Personal (513 000 Euro) und den Verwaltungs- und Betriebsaufwand (750 000 Euro). Im Vermögenshaushalt ist der größte Posten die Tilgung des Kredits für den Neu- und Erweiterungsbau, der 2018 fertiggestellt wurde. Rund 600 000 Euro müssen die Mitgliedsgemeinden pro Jahr als Investitionskostenumlage aufbringen, um das Darlehen zurückzuzahlen. Derzeit belaufen sich die Schulden des Schulverbands noch auf 3,6 Millionen Euro, werden zum Jahresende 2021 auf rund drei Millionen Euro zurückgefahren und sind wohl 2026 zur Gänze getilgt. Die Rücklagen in Höhe von rund 300 000 Euro bleiben im Jahr 2021 unangetastet.

Zustand der Zollinger Schule „außerordentlich gut“

Die Verbandsräte segneten den Etat 2021 einstimmig ab. Zuvor hatte der Verbandsvorsitzende, Zollings Bürgermeister Helmut Priller, betont, dass der Bauzustand des Schulgebäudes Dank regelmäßiger Unterhaltsarbeiten „außerordentlich gut“ sei. In den nächsten Jahren stünden also keine größeren Sanierungsarbeiten an. Dass man heuer 125 000 Euro für die Digitalisierung der Schule ausgegeben habe, wollte Priller ebenso nicht unerwähnt lassen wie den Hinweis, dass man in diesem Winter wegen des Corona-bedingten Lüftens der Klassenzimmer hohe Heizkosten zu tragen haben werde. Schulleiter Thomas Dittmeyer sagte, wie alle anderen wisse er auch nicht, „wie es im Januar weitergeht“. Aber eines wisse er: Der Winter werde mit dem ständigen Lüften „alles andere als lustig“.

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