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Ab dem Kreisel nördlich von Erlau, der hier gerade entsteht, wird die Straße zur Kreisstraße abgestuft. Deshalb baut der Freistaat hier keinen Radweg entlang der Amperleite.

Zuständigkeiten haben sich geändert

Zollings Bürgermeister kämpft für das letzte Stück Radweg an der B 301   

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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Plötzlich ist alles anders, haben sich die Zuständigkeiten geändert, wird eine Brücke nicht gebaut - und damit ist auch das einzig noch fehlende Teilstück des Radlwegs an der B 301 plötzlich hinfällig. Aber Zollings Bürgermeister Helmut Priller will das so nicht stehen lassen.

Zolling/Freising – Von Nandlstadt bis Freising mit dem Rad auf gesicherten Fahrradwegen – darauf muss man wohl noch länger warten. Denn es hakt weiterhin an dem Teilstück zwischen der Ortsausfahrt von Zolling bis nach Tüntenhausen. Der Abschnitt, der einmal im Radwegeplan des Freistaats vorgesehen war, taucht im neuen, bis 2024 gültigen Plan nicht mehr auf. Die Gründe sind vielfältig.

In der Ortsdurchfahrt von Erlau endet das Projekt „B 301-Nordost-Umfahrung“. Der Radweg zwischen Erlau und Zolling ist deshalb aus der Planung gefallen. 

Wie Zollings Bürgermeister Helmut Priller berichtete, sei der für Zolling so wichtige, allerdings auf der Flur der Stadt Freising liegende Teilabschnitt Zolling-Tüntenhausen aus dem aktuellen Radwegeplan 2024 herausgefallen. Dass die Strecke zwischen dem Kühbach an der Gemeindegrenze von Zolling bis Erlau nun doch nicht vom Freistaat zur Realisierung vorgesehen ist, hänge mit dem Bau der B 301-Nordostumfahrung zusammen. Zunächst nämlich habe der Planungsumgriff auch den Abschnitt der B 301 zwischen Erlau und Zolling umfasst, hatte dort eine neue, verbreiterte Kühbachbrücke vorgesehen. Doch der Planungsumgriff wurde reduziert, eine neue Brücke über den Kühbach wird nun doch nicht errichtet.

Und, so die Aussage des Staatlichen Bauamts: Wenn es keine neue Brücke über den Kühbach gebe, werde auch kein Radweg errichtet. Der Vorschlag des Staatlichen Bauamts: Die Kommunen könnten das Projekt ja selber verwirklichen.

Etwas anders gelagert ist die Sache, was den Abschnitt zwischen Erlau und Tüntenhausen betrifft: Da argumentiert das Staatlichen Bauamt, dass die B 301 in diesem Abschnitt nach Fertigstellung der Nordostumfahrung, die dann die Bundesstraße darstellt, zur Kreisstraße abgestuft werde und damit nicht mehr in die Zuständigkeit des Freistaats falle. Für einen Radweg wäre hier also der Landkreis zuständig.

Helmut Priller bleibt dran und will „oben anklopfen“

Doch geschlagen gibt man sich von diesen Aussagen nicht, wie Priller betonte. Man werden noch einmal „oben anklopfen“. Sprich: Beim Innenministerium wird man versuchen, im Rahmen der diversen Mobilitätskonzepte auf verschiedenen Ebenen zumindest eine finanzielle Unterstützung für dieses Projekt zu erhalten. Und dann wären die Chancen, eine durchgehende Radwegeverbindung von Nandlstadt in der Hallertau bis in die Große Kreisstadt Freising zu bekommen, groß. Die Zollinger und Erlauer Bürger würde das sicherlich freuen.

Lesen Sie auch: Vandalismus-Serie in Freising hält Polizei in Atem.

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