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Präsentierten die Chronik der Öffentlichkeit: (v. l.) Franz Obermeier, Adolf Widmann, Georg Wiesheu, Alexander Lerchl, Karl Toth, Alfons Brunner, Friedrich Keydel und Max Riegler. 

400 Seiten starkes Werk präsentiert

Zollings neue Chronik ist da: Ein Werk voller Wissen und Heimatliebe

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Gut drei Jahre Arbeit stecken drin in der neuen Ortschronik von Zolling. Jetzt, da sich das Jubiläumsjahr dem Ende zu neigt, haben die Chronisten ihr druckfrisches Werk im Rathaus der Presse vorgestellt -  mitsamt einer Kuriosität.

Zolling –  Der gut 400 Seiten starke Band mit dem Titel „Zolling – eine Gemeinde im Wandel“ schließt die Lücke der Jahre 1994 bis heute. Auf einem Tisch vor dem großen Sitzungssaal hatte man die verschiedenen Chroniken über Zolling ausgelegt. Alle stammen aus der Feder des mittlerweile verstorbenen Heimatforschers Josef Brückl. „Zolling – Band 2“ ist da auf der ersten Seite eines Buchs zu lesen. „Band 1 gibt’s gar nicht“, sagte Bürgermeister Max Riegler und lacht über diese Eigentümlichkeit.

Max Riegler: „Band 1 gibt es gar nicht“

Was es aber gibt sind insgesamt vier Werke, die der aktuellen Chronik vorausgingen. Mit „Zolling – eine Gemeinde im Wandel“ schließt man direkt an „Zolling – eine Gemeinde im Ampertal“ aus dem Jahr 1994 an, und der aktuelle Titel trifft wohl genau das, was Zolling in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg erlebt hat: einen Wandel von einem landwirtschaftlich geprägten Dorf hin zu einer modernen Gemeinde mit Schulzentrum, guter Infrastruktur und attraktiven Faktoren als Wirtschaftsstandort.

Diesen Zeitraum nämlich deckt das neue Werk ab. Obwohl, so ganz genau hat man es nicht genommen. Zu viele spannende Informationen haben die Chronisten bekommen – viele von Zeitzeugen. „Da war es manchmal ganz schön schwer, eine Grenze zu ziehen“, erinnerte sich Karl Toth.

Der 2. Bürgermeister hatte organisatorisch die Fäden in der Hand bei diesem Projekt. Rieger lobte vor allem noch einmal seine „Hartnäckigkeit auf der Zielgeraden“, mit der er die Arbeitsgruppe geführt hat. Die Mitglieder der AG waren prädestiniert für das Fortschreiben der Chronik, denn sie haben allesamt nicht nur in Zolling gelebt, sondern den Ort mit ihrer Arbeit in Politik und Gesellschaft maßgeblich gestaltet. Die AG bestand nämlich aus Bürgermeister a. D. Franz Obermeier, Altbürgermeister Georg Wiesheu, aus dem ehemaligen Verwaltungsleiter Adolf Widmann, dem ehemaligen Rektor der Grund- und Hauptschule, Alfons Brunner, aus dem örtlichen Kulturhistoriker Friedrich Keydel sowie aus Karl Toth und Max Riegler.

Da waren viel Wissen und eine tiefe Verbundenheit zur Heimat vereint. Die Autoren haben gesammelt, gesichtet, sortiert und ergänzt, viel gelesen und viel geschrieben. Da war man froh, dass man mit Alfons Brunner einen Profi mit dem Rotstift im Team hatte – „der Lehrer soll nochmal drauf schauen“, beschrieb Riegler Brunners Rolle als Lektor.

Zollinger Chronik: Spannendes Potpourri aus Zahlen, Fakten, Geschichte und Geschichten

Das Layout stammt von Alexander Lerchl, Inhaber der gleichnamigen Freisinger Druckerei. Nun ist in insgesamt 14 Kapiteln die jüngere Ortsgeschichte aufgegliedert, damit ist ein sehr spannendes Potpourri aus Zahlen und Fakten, Geschichte und Geschichten entstanden, in dem die Bürger gerne blättern, wie die Autoren hoffen. Erstmals zum Kauf angeboten wird die Chronik auf dem Adventsmarkt am heutigen Samstag. Für 25 Euro bekommt man dann geballte Ortsgeschichte mit viel Herzblut aufbereitet.

Lesen Sie auch: Die KulturregionILE Ampertal will regional erzeugte Bio-Lebensmittel voranbringen.  

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