Teilen macht glücklich: Die Zollinger Burschen spendeten rund 4000 Euro an „Menschen in Not“. Freudig übergaben Michael Fischer, Michael Moosreiner, Martin Goletz, Maximilian Schmid (hinten v.l.), Simon Goletz, Florian Höfinger und Marwan Aigner den Scheck an FT-Fotografin Birgit Gleixner.

Nach erfolgreichen Festtagen

Zollinger Burschen spenden fast 4000 Euro für „Menschen in Not“

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Selbst hatten sie großen Erfolg mit ihrem Jubiläumsfest – und deshalb wollen die Zollinger Burschen auch etwas zurückgeben. Sie spendeten einen stolzen Betrag aus den Einnahmen des Gründungsfests an „Menschen in Not“ – ganze 3944 Euro kamen da zusammen.

ZollingDas Gründungsfest des Burschenvereins Zolling vor einigen Wochen war legendär. Noch immer sind die mehrtägigen Feierlichkeiten zum 90-jährigen Bestehen Gesprächsthema, auch über die Ortsgrenzen hinaus. Am Erfolg wollten die Burschen aber auch die Menschen teilhaben lassen, die wenig Grund zum Feiern haben – und spendeten jetzt rund 4000 Euro für die FT-Aktion „Menschen in Not“.

Der Spendenbetrag hat auch Symbolcharakter. Die Summe setzt sich nämlich aus dem Gründungsjahr 1927 sowie dem Jubiläumsjahr 2017 zusammen. Nach Adam Riese ergibt das die Spendensumme von 3944 Euro, die jetzt Hilfsbedürftigen in der Region zu Gute kommt. Vergangene Woche fand die offizielle Übergabe auf dem Freisinger Volksfest statt.

Die eine Hälfte des Geldes stammt aus dem Verkauf der Festschrift. Die haben die Burschen während der viertägigen Feierlichkeiten für fünf Euro das Stück verkauft. Etwa 2000 Euro kamen so zusammen. „Den Rest haben wir aus der Vereinskasse drauf gelegt“, sagt der Schriftführer der Burschen, Simon Goletz. Schließlich war das Fest auch finanziell ein Erfolg.

„Ich bin begeistert“, sagt der stellvertretende Redaktionsleiter des FT, Wolfgang Schnetz, dazu. Es sei schön zu sehen, dass die jungen Burschen so viel Umsicht und soziale Verantwortung zeigen. Eine so großzügige Spende sei schon etwas ganz Besonderes.

Sich dankbar zeigen, das war den Burschen bei all der Planung und Feierei von Anfang an ganz wichtig, sagt Simon Goletz. Er war für die Spendenaktion verantwortlich. „Wir haben schon ganz früh im Festausschuss beschlossen, dass wir einen großen Teil der Festeinnahmen spenden wollen“, sagt Goletz. Schließlich habe man selbst so viel Unterstützung erfahren, da müsse man auch etwas davon weitergeben. Und auch, dass das Geld in der Region bleiben soll, war klar. Die Burschen vertrauen der FT-Aktion. „Bei „Menschen in Not“ wissen wir, dass das Geld gut verteilt wird und da ankommt, wo es benötigt wird.“ Simon Goletz fasst die Aktion so zusammen: „Wir haben quasi vier Tage in Saus und Braus gelebt, davon sollen andere jetzt auch etwas haben.“

Wobei, für die Burschen selbst und die vielen Helfer war an den vier Festtagen und die Wochen davor mehr Arbeit als Feiern angesagt. Straff und professionell hatten sie die Großveranstaltung auf die Beine gestellt. Von Kabarett bis Zeltparty war für alle Generationen etwas dabei und Gratulanten kamen aus der ganzen Umgebung, um den Burschen Respekt zu zollen. Und auch Gemeindechef Max Riegler war beeindruckt vom Engagement der jungen Männer.

Das hätte natürlich alles nicht so stattfinden können, wären da nicht die vielen fleißigen Unterstützer gewesen, die mit Rat und Tat zur Seite standen. Auch die sollen natürlich noch einmal etwas zurückbekommen, betont Goletz. Die Burschen planen deswegen ein großes Helferfest im Dezember. Eines hat die ganze Aktion auf jeden Fall wieder einmal gezeigt: Gemeinsam funktioniert’s meistens am Besten.

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