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Gemeinde unterstützt Romreise des Musikvereins  

Zollinger Klänge in den Gärten des Vatikans

Der „Musikverein in Zolling“ geht heuer auf Reisen. Das Orchester ist eines von dreien, die im Juni beim Fronleichnamsfest in den Vatikanischen Gärten spielen werden. Dafür hat der Verein nun einen Zuschuss beantragt. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats haben die Räte eine großzügige Unterstützung zugesagt.

ZollingEs ist ein „herausragendes Ereignis“ für den Verein, sagte Bürgermeister Max Riegler. Und tatsächlich, die Einladung nach Rom ist etwas Besonderes. Jedes Jahr wird diese Ehre drei Musikgruppen zuteil, einer aus Deutschland, einer aus Österreich und einer aus der Schweiz. Heuer ist es also das Blasorchester des „Musikvereins in Zolling“, der die Prozession am Hochfest Fronleichnam in den Vatikanischen Gärten mitgestalten darf.

Und nicht nur das: Am Vorabend findet bereits ein Gottesdienst im Petersdom statt, bei dem die Zollinger Musiker ebenfalls spielen werden. „Alle Achtung, wenn man diese Chance bekommt“, zeigte sich Riegler beeindruckt. Diese Reise sei nicht nur eine Ehre für den Verein, sondern auch für die Gemeinde selbst.

„Es ist eine Chance, unseren Ort zu repräsentieren“, sagte Riegler. Deshalb würden neben ihm als Bürgermeister auch andere offizielle Repräsentanten mitfahren, zum Beispiel Rieglers Stellvertreter Karl Toth sowie der ehemalige Bundestagsabgeordnete Franz Obermeier.

Im Mittelpunkt stand gestern aber der Verein: 40 Musikerinnen und Musiker werden Ende Mai die Reise nach Rom antreten, dabei ist der Nachwuchs ebenfalls gut vertreten. Aber die Fahrt ist nicht umsonst. Pro Person kostet die Reise rund 700 Euro, insgesamt sind es rund 27 700 Euro.

Der Antrag beim Bürgerfond „Engie“ auf 5000 Euro Zuschuss hat sehr gute Chancen, wie Rieger in der Sitzung sagte. Weitere 5000 Euro schießt der Verein selbst zu. Um die Restkosten vor allem auch für die Kinder und Jugendlichen zu reduzieren, hat der Verein auch einen Antrag auf Zuschuss an die Gemeinde gestellt.

„Wir sollten uns da engagieren“, sagte Riegler und schlug dem Gremium eine Summe von 5000 Euro vor. Den Vorschlag von Georg Völkl, einfach die Kosten für die Kinder und Jugendlichen zu übernehmen, lehnte er ab: „Wir würden damit die langjährigen Musiker vor den Kopf stoßen.“

Hans Forster legte auf den 5000 Euro von Riegler noch einmal etwas oben drauf und stellte 7500 Euro in den Raum. Als Grund nannte er – mit einem Augenzwinkern – ein unerwartet gutes Plus, dass die Gemeinde beim Verkauf eines Baggers erzielt hatte. Riegler fand das gut, stellte diese Summe zur Abstimmung und die Räte folgten uneingeschränkt dem Vorschlag. So steht der Romreise nun finanziell nichts mehr im Wege. 

Claudia Bauer

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