Präsentation im Kulturausschuss

Die Zukunft der Jugendarbeit „steht“

Freising - Im Jahr 2000 hat die Stadtjugendpflege erstmals ein Gesamtkonzept für ihre Arbeit aufgestellt. 2010 wurde es dann zum ersten Mal überarbeitet. Und jetzt wurde es zum zweiten Mal den Gegebenheiten angepasst und fortgeschrieben.

Freilich: Alle 48 eng beschriebenen Seiten las Fischer nicht vor. Er erwähnte die Dinge, die man neu eingearbeitet habe. Zum Beispiel die Folgen des Stadtratsbeschlusses für eine interkulturelle Öffnung – wobei die Stadtjugendpflege schon immer interkulturell gearbeitet habe, wie Fischer betonte. Ein ganz neues Kapitel seien die Ausführungen über die Zusammenarbeit mit Schulen, sagte Fischer. Man müsse sich nämlich darauf einstellen, dass der Nachmittagsunterricht immer mehr zunehme. So wäre es also „sinnlos“, den Spielbus weiterhin zu einem Spielplatz zu schicken, auf dem keine Kinder spielen. Folglich werde man mehr auf Schulfhöfen präsent sein – freilich „nicht als Hilfsarbeiter der Rektoren“, sondern schon mit eigenen Erfahrungen und Angeboten. 

Das fand Karl-Heinz Freitag (FW) besonders wichtig: „Schulfremd“ müsse dieses Angebot sein, „sonst dreht sich ja alles nur noch um die Scheiß Schule“ und „die Kinder werden ganz kirre im Kopf“. Zustimmung zum Konzept und Lob kam auch von Susanne Nerb (CSU), die es „toll“ fand, dass man an dem Gesamtkonzept dran bleibe und es fortschreibe. Hartmut Fischer hatte als weiteren neuen Gedanken angeführt, das Sebaldhaus möglicherweise in allen Ferien zu öffnen. Und er beschrieb auf Nachfrage von Monika Hobmair (ÖDP), dass es feste Treffpunkte für die Jugend nicht mehr gebe. „Die zirkulieren im Stadtgebiet.“ Und auch wenn die zwei Streetworker versuchten, zwischen Jugendlichen und Anwohnern zu vermitteln, gelinge das halt nicht immer. 

Die Finkenstraße sei und bleibe beispielsweise „ein schwieriges Terrain“. Und noch ein Konzept wurde vom Kulturausschuss am Dienstag für gut befunden und angenommen: das Schul- und Inklusionskonzept für die Grund- und Mittelschulen der Stadt Freising. Am 17. Oktober hatte der Kulturausschuss bereits darüber beraten (wir haben berichtet), dann war das Papier in die Fraktionen gegangen, nun wurde es verabschiedet. Dabei war man sich einig, dass die finanziellen Konsequenzen des Konzeptes – beispielsweise die Empfehlung, bald eine Grundschule Süd zu errichten – für jedes einzelne Projekt und jede Einzelmaßnahme noch abgesegnet werden müssen. Und in noch einem Punkt herrschte Einigkeit: „Schulbau ist Pflichtaufgabe“, wie es Peter Warlimont (SPD) formuliert hatte.

Andreas Beschorner

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