neue asylsozialarbeiterin 

Zurück in bekannten Gefilden

Zolling – Monatelang hat sich die Gemeinde Zolling um eine Asylsozialarbeiterin für die Flüchtlingsunterkunft in der Gemeinde bemüht. Mit Erfolg: Zum 1. Januar wird Alexandra Henn von der Diakonie in Freising die Betreuung der Großunterkunft übernehmen.

Mit der 42-Jährigen bekommt man eine erfahrene Kraft ins Haus. Denn Henn hat bereits in der Bayernkaserne die Erstaufnahme von Flüchtlingen betreut und ist derzeit noch in der Unterkunft in Au als Asylsozialarbeiterin tätig. In Zolling wird die Sozialpädagogin in Vollzeit vor Ort sein, ihr Büro ist im Flüchtlingsheim untergebracht. So hat sie den direkten Kontakt zu den 150 Menschen, die in der Unterkunft leben.

Sie wird die Asylbewerber in allen Belangen unterstützen: amtliche Angelegenheiten, Kontakte zu Schulen und Kindergärten, Arztbesuche oder die Suche nach einem Psychologen. Auch auf dem Weg in die Arbeitswelt wird sie den Asylbewerbern zur Seite stehen. Da kann sie von ihren Erfahrungen aus ihrer vorherigen Tätigkeit profitieren; Henn war, bevor sie Anfang des Jahres zur Diakonie kam, bei einem Bildungsträger im Bereich Berufsvorbereitung und Jugendarbeit tätig. „Ich kenne die Zusammenarbeit mit ARGE und Jobcenter und weiß, wie das System funktioniert“, sagt sie. Das wird den Flüchtlingen, denen es erlaubt ist, zu arbeiten, sicher dienlich sein.

Aber es geht Alexandra Henn nicht nur um funktionale Unterstützung. „Für mich und für die Diakonie steht der Mensch im Vordergrund“, sagt sie überzeugt und will die Menschen vor allem Auffangen und ihnen auch emotional zur Seite stehen.

Auch für die Ehrenamtlichen vor Ort will Henn eine Stärkung sein. Die haben bisher mit ihrem großen Einsatz abgefangen, was eigentlich in professionelle Hände gehört. „Eine Unterkunft in dieser Größenordnung braucht professionelle Unterstützung“, sagt Henn und will damit aber auf keinen Fall die gute und unverzichtbare Arbeit der Ehrenamtlichen schmälern. Ganz im Gegenteil: Sie hat auch bereits erste Kontakte zu den Helfern geknüpft und möchte diese vor Antritt der Stelle weiter stärken und ausbauen. Es gehe ihr darum, Hand in Hand zu arbeiten.

Mit dem Einsatz in Zolling kehrt Alexandra Henn übrigens wieder in alte Gefilde zurück. Während ihres Studiums hat sie an der Mittelschule ihr Praktikum als Schulsozialarbeiterin absolviert. Ab Januar wird sie sich wieder für ein gutes Miteinander in der Gemeinde einsetzen – und freut sich darauf.

Claudia Bauer

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