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Zwei neue Koordinatoren in Sachen Integration von Asylbewerbern gibt es jetzt am Landratsamt. Landrat Josef Hauner (2. v. r.) und Projektleiterin Barbara Weinmann (r.) stellten gestern Jens Hernig und Nathalie von Pressentin vor. 

Stellen eingerichtet 

Zwei Neue für die Integration

Die Integration von ausländischen Mitbürgern ist von großer Wichtigkeit. Zwei neue Projektkoordinatoren im Landratsamt sollen da helfen. Beide leisten teilweise „Pionierarbeit“, weiß Landrat Josef Hauner.

Freising – 20 250 Ausländer lebten im Jahr 2011 im Landkreis Freising. 2016 waren es 34 000. Mehr musste Landrat Josef Hauner gar nicht sagen, um zu begründen, wieso man am Landratsamt zwei neue Stellen eingerichtet und jetzt auch besetzt hat: Nathalie von Pressentin ist die Projektkoordinatorin für die Integration von Migranten, Jens Hornig ist zuständig für die Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte.

Von Pressentin, die seit Oktober 2015 als Asylsozialberaterin im Landratsamt tätig und erst für die Turnhalle in Eching und dann für die Unterkunft an der Wippenhauser Straße zuständig war, will als Integrationsbeauftragte den gemeinsamen Dialog auf beiden Seiten der Gesellschaft unterstützen. Dabei geht es nicht um Einzelberatung, sondern darum, die bereits vorhandenen Initiativen und Angebote miteinander zu vernetzen, so dass man gegenseitig von den Erfahrungen profitieren könne. Die Integrationsstelle verstehe sich als „Dachorganisation des Themenfeldes Integration“, so von Pressentin. Im Endeffekt wolle sie helfen, „eine Brücke zwischen den Mitbürgern mit Migrationshintergrund und der Bevölkerung im Landkreis zu bauen“. Die Stelle ist auf einen Zeitraum von fünf Jahren ausgelegt und wird mit 60 Prozent aus Leader-Mitteln der EU gefördert.

Für zwei Jahre ist die Stelle von Jens Hornig angesetzt, die zu 100 Prozent das Bundesministerium für Bildung und Forschung bezahlt. Hornigs Aufgabe gleicht der seiner Kollegin: Auch er ist für die Koordination bereits bestehender Angebote – speziell eben im Bereich der Bildung – zuständig. Bei Neuzugewanderten gebe es oft einen speziellen Förderbedarf, damit die Integration in die Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt gelingen könne. Diese Integration könne aber nur über die Vermittlung von Sprachkenntnissen und Bildung funktionieren. Und da setzt die Arbeit des Politikwissenschaftlers und Soziologen Hornig an: Indem er alle Akteure des Bildungswesens, die sich mit dem Thema Integration befassen, vernetzt und berät, sollen die neuen Mitbürger bei der Orientierung in der vielseitigen Bildungslandschaft unterstützt werden. Am Ende seiner Tätigkeit soll, so Hornig, ein Webportal stehen, in dem alle Neuzuwanderer einen Überblick erhalten, wo es welche Unterstütztungsangebote gibt. Außerdem will Hornig auch nach Angebotslücken suchen, Ideen entwickeln und auch neue Projekte anregen.

Mit beiden Stellen wolle man laut Landrat Hauner „ein Zeichen setzen, dass uns die Integration wichtig ist“.

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