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Zahl der Erstklässler ist gestiegen

2179 Abc-Schützen traten heute Früh im Kreis Bruck an

Landkreis – Für 2179 Kinder im Landkreis beginnt der Ernst des Lebens: Sie besuchen ab heute die ersten Klassen in den Grundschulen der Region.

Die Zahl der Schulanfänger ist gegenüber dem Vorjahr um 128 Kinder gestiegen. Dementsprechend gibt es in den Grund- und Mittelschulen heuer auch 520 Klassen statt 510 im vergangenen Jahr. Die allermeisten davon (380, plus elf gegenüber dem Vorjahr) werden in den Grundschulen gebildet. In den Mittelschulen gibt es 140 Klassen.

Trotz der erhöhten Schüler-Zahl, die natürlich auch mit der gestiegenen Anzahl an Flüchtlingskindern zusammenhängt, spricht man im zuständigen Schulamt in Bruck von einer „gelösten Stimmung“. Denn das Schulamt startet mit einer umfassenden Lehrerzuweisung ins neue Jahr. Lehrer, die eigentlich für Gymnasium oder Realschule ausgebildet wurden, wechseln das Fach. „Das ausgebaute Netz an ehrenamtlichen Helferkreisen und Drittkräften lässt uns der Herausforderung mit Stabilität und Vertrauen begegnen“, heißt es im Schulamt außerdem.

Speziell im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise sind 14 Übergangsklassen (plus drei gegenüber dem Vorjahr) geplant. Die Kinder sollten hier nur ein halbes Jahr bleiben, um möglichst schnell in den normalen Unterricht zu wechseln, wie ein Sprecher des Schulamts auf Nachfrage erklärte. Das halbe Jahr reiche aber nicht immer aus, um für die nötige sprachliche Qualifikation zu sorgen. Daher gebe es hier immer wieder Variationen.

Trotzdem sei die Erhöhung der Ü-Klassen ein Riesensprung. Weil verlässliche Zahlen fehlten, gebe es hier sogar Erweiterungspotenzial. Prinzipiell würden alle schulpflichtigen Kinder unter 15 Jahren unterrichtet, versichert der Sprecher des Schulamts. „Da müsste sich sonst schon jemand verstecken.“ Das Problem fehlenden Unterrichts beginnt bei Flüchtlingskindern erst bei den Ab-15-Jährigen.

Mit einer gewissen Besorgnis sieht man im Schulamt unterdessen die ständig steigende Zahl von sogenannten Rückstellungen (401 sind es heuer). Das sind Kinder, die vom Alter her eigentlich in die Schule gehören würden, die per ärztlichem Attest (etwa wegen mangelnder Reife) aber vom Schuleintritt befreit werden. Trotz der Sorge: die Abläufe freilich ändert dieses Helikopter-Eltern-Phänomen kaum. Die Rücksteller kommen halt ein Jahr später.

Insgesamt besuchen ab Dienstag 11 273 junge Leute die Grund- und Mittelschulen des Landkreises. 8304 davon sind Grundschüler. Die durchschnittliche Schülerzahl pro Klasse liegt bei 21,68, wie das Schulamt berichtet. In der Grundschule sind es 21,85 (21,5 im Vorjahr), in der Mittelschule 21,21 (20,4 im Vorjahr).

Völlig neu im Landkreis: In Eichenau wird erstmals an einer Grundschule eine Theaterklasse gebildet. An einigen Schulen gibt es außerdem Wechsel bei den Leitern.

von Thomas Steinhardt

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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