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Cool, verliebt, freudig, genervt: Die lustigen Gesichter gibt es für (fast) jede Stimmungslage – und sie sind aus der digitalen Kommunikation nicht mehr wegzudenken. 

Welt-Emoji-Tag 

25 Jahre Emojis: Der Siegeszug der Bildzeichen

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Es gibt fast kein Gefühl, Tier oder Nahrungsmittel, dass sich nicht mit einem Emoji, also einem Bildzeichen ausdrücken lässt. Mit Emoticons – etwa ein Gesicht, gebildet aus einem Doppelpunkt, einem Bindestrich und einer Klammer, – hat der Siegeszug der Symbole vor 25 Jahren begonnen.

Landkreis– Schon die alten Ägypter haben sie verwendet, um miteinander zu kommunizieren. Die Rede ist von Bildzeichen oder Hieroglyphen, den Ursprüngen der modernen Schrift. Heute verwenden wir zwar Buchstaben, kehren jedoch gleichzeitig wieder zu den Symbolen zurück. Emojis sind die Hieroglyphen von heute. In Zeiten digitaler Kommunikation gibt es kaum eine Nachricht, die nicht mit kleinen bunten Tieren, Gesichtern, Pflanzen oder Symbolen geschmückt ist – und die benützen nicht nur junge Leute.

Der Luftballon oder das rote Herz, diese Minizeichen haben es Ludwig Gascher (69) besonders angetan. Der Brucker Ortchef der Seniorenunion ist digital vernetzt. Er kommuniziert über Whats-App, Facebook, nutzt den Kurznachrichtendienst Twitter und teilt Fotos online bei Instagram. „Manchmal habe ich Lust, Emojis zu verwenden.“ Gesichter, die böse aussehen, benutzt Gascher aber nie. Die Bildzeichen sollen Nachrichten freundlicher machen, sagt er.

Wer hinter eine Nachricht ein lachendes Gesicht setzt, der vermittelt automatisch eine positive und lockere Stimmung, findet Emanuel Staffler (32), Türkenfelds Vize-Bürgermeister. Zudem lassen sich mithilfe von Emojis Informationen in wenigen Zeichen übermitteln. „Wenn wir als Gemeinde eine Veranstaltung wegen Regen absagen, posten wir das auf unserer Facebook-Seite und setzen ein Regenschirm-Symbol dazu.“ Dann sei für die Leser auf den ersten Blick klar, was der Grund für die Absage sei und man müsse keine lange Erklärung dazu schreiben.

Selten beruflich, dafür umso lieber privat verwendet Allings Rathauschef Frederik Röder Emojis. Sie sind eine nette Ergänzung, findet er. Am liebsten verschickt er das Sonnen-Symbol und das Gesicht, das Tränen lacht. „Öfter habe ich letzter Zeit auch die Sektflasche, bei der der Korken knallt, verwendet“, sagt Röder und lacht. „Alkoholiker bin ich aber keiner, ich habe nur einige Geburtstagsglückwünsche verschickt.“

Gerade wenn man mit jungen Leuten kommuniziert, kommen Emojis gut an. Diese Erfahrung hat der Brucker Josef Müller (61) gemacht. Der ehemalige Millionenbetrüger ist inzwischen bekennender Christ und besitzt eine Stiftung. Regelmäßig hält er Vorträge in Gottesdiensten. Um die Jugendlichen besser zu erreichen, haben er und seine Mitarbeiter kürzlich eine WhatsApp-Nachricht nicht digital versendet, sondern ausgedruckt und an junge Leute verteilt – mit Erfolg. „Man muss mit der Zeit gehen.“

Wer jedoch 30 Bildzeichen auf einmal sendet, der übertreibt seiner Ansicht nach. Dann müsse sich der Empfänger nämlich die Botschaft der Nachricht selbst zusammenreimen. Und auch Frederik Röder findet: „Zwei bis drei Emojis genügen völlig.“

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