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Kreispolitik

29 Millionen Euro für Gebäude-Sanierung

Fürstenfeldbruck – Das große Streitthema der vergangenen Jahre hat den Kulturausschuss des Kreistags heuer praktisch ohne Diskussion und einstimmig passiert: Die Debatte um Sanierungen von Liegenschaften des Landkreises, mithin seinen Schulen, blieb im Prinzip konfliktfrei. Um die 29 Millionen Euro sollen 2017 dafür aufgewendet werden.

Wahre Redeschlachten hatte es in den vergangenen Jahren um die nötigen Reparaturen gegeben. Vor allem um den Begriff „Generalsanierung“ – in erster Linie am Brucker Viscardi-Gymnasium – wurde wiederholt erbittert gestritten. Die Kreisverwaltung hatte Generalsanierungen stets kategorisch abgelehnt und stattdessen auf kleine Schritte der Verbesserung gesetzt – jetzt aber taucht in den Planungslisten der Bauverwaltung genau dieses Wort auf – und zwar mehrfach. „Ich finde das Wort ’Generalsanierung‘ und ich freue mich sehr darüber“, sagte etwa Klaus Wollenberg (FDP). Wenn die Flickschusterei vergangener Jahre jetzt in Komplettsanierungen übergehe, dann sei das ein Quantensprung.

Wie Bauamtsleiter Axel Schuhn erklärte, haben sich die Bedingungen geändert. Verlangte die Regierung bei einer so genannten Generalsanierung früher, die Reparatur in zwei oder drei Schritten auszuführen, so werde nun akzeptiert, wenn die Arbeiten in sechs oder sieben Schritten erledigt werden. Genau das aber sei bei Schulen unerlässlich, weil die Sanierungen ja bei laufendem Betrieb stattzufinden haben und daher nicht alles auf einmal möglich sei.

Die Liste der Vorhaben für das Jahr 2017 und darüber hinaus ist lang. Sie reicht von der Ausstattung einer Schule mit Wlan bis hin zum Neubau von Turnhallen etwa an der Realschule in Maisach. Erweiterungsbauwerke entstehen beispielsweise an der Realschule in Unterpfaffenhofen und Puchheim.

Am vieldiskutierten Brucker Viscardi-Gymnasium liefen die Sanierungen wie geplant, heißt es in einem Papier der Kreisverwaltung außerdem. Die Reparatur des Turnhallen-Dachs wurde allerdings verschoben, da die Generalsanierung – auch hier taucht das Zauberwort auf – erst überprüft werde.

Auch wenn der Beschluss einstimmig fiel, hatte Michael Schrodi (SPD) doch gewisse Zweifel. „Was wird geschoben? Und was wird versteckt verschoben?“, fragte er. Zuvor hatte Johann Wieser (FW) als Mitglied der (nichtöffentlich tagenden) Baukommission beteuert, immer ein kritisches Auge auf die Umsetzung der Sanierungen zu haben. Es sei vieles aufgearbeitet worden.

Insgesamt betreibt der Landkreis 17 – demnächst sogar 18 – Schulen. Dazu kommen Liegenschaften wie etwa das Landratsamt selbst, die Zulassungsstelle in Fürstenfeldbruck, der Jexhof nahe Schöngeising oder das bei den Mitarbeitern in Landratsamt beliebte Freizeitheim bei Erl in Tirol, das die Sparrunden im Jahr 2011 nur knapp überlebte. 

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