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Mit Transparenten bringen rund 300 Brucker und Emmeringer ihren Unmut über das geplante Baugebiet östlich der Veilchenstraße zum Ausdruck. Die Häuser – rund 175 Wohneinheiten – sollen auf dem Acker entstehen.

Baugebiet östlich der Veilchenstrasse

300 Bürger gegen neues Wohnviertel

Fürstenfeldbruck – Die geplante Bebauung eines Ackers östlich der Veilchenstraße schlägt bewegt Brucker und Emmeringer: Rund 300 Menschen kamen am Samstag zu einer Unterschriftenkation.

Zu dieser hatte die erst vor wenigen Wochen gegründete Bürgerinitiative Krebsenbach(BI) aufgerufen. Der Stein des Anstoßes: Auf einem 4,37 Hektar großen Acker – derzeit im Besitz der Familie Weiß – sollen Doppel- und Reihenhäuser, Einfamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser samt Tiefgaragen entstehen. Geplant sind 175 Wohneinheiten für rund 500 Menschen. „Dass der Grund irgendwann bebaut wird war uns klar, und wir haben natürlich Verständnis dafür, dass Wohnraum geschaffen werden muss. Allerdings lehnen wir eine derart dichte Bebauung ab“, sagt BI-Sprecher Stefan Löbbert. Die Verkehrssituation sei jetzt schon katastrophal.

Löbbert bemängelt in diesem Zusammenhang ein mangelhaftes Erschließungskonzept seitens der Stadt. Denn die Straße „Zum Krebsenbach“ (Zone 30, teilweise auch Spielstraße) wäre die einzige Zufahrtsstraße zu dem neuen Viertel. Das gesamte Gebiet – rund um Tulpenstraße, Zum Krebsenbach und Veilchenstraße – werde bereits jetzt unter anderem von Schülern des Tulpenfelds beidseitig zugeparkt, so Löbbert. Wenn so viele Menschen zusätzlich hier wohnen würden, dann „gehe bald gar nichts mehr“, sind sich die Anwohner einig.

Zu der jetzt schon chaotischen Verkehrssituation im Wohngebiet addiere sich der durch die Bodenversiegelung ihrer Meinung nach vernachlässigte Hochwasserschutz. Laut einem Gutachten des Wasserwirtschaftsamtes wurde das Gebiet mittlerweile als „Risikogebiet“ ausgewiesen. „All das ist in den bisherigen Planungen nicht berücksichtigt“, sagt der zweite BI-Sprecher Schorsch Hohmann. Er bringt auch noch eine soziale Komponente mit ins Spiel. Denn er befürchtet, dass die geplanten 40 Prozent Sozialwohnungen von einem Investor, „der dann halt einen Abschlag zahlt“, letztlich nicht berücksichtigt werden. Beispiele dafür gebe es auf Brucker Flur bereits. Und: „Ganz nebenbei: Ich habe schon jetzt, ohne diese Bebauung regelmäßig Wasser im Keller“, sagt Hohmann.

Angi Kiener

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