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Friedlich und ohne Trillerpfeifen demonstrierten Bürger aus Gröbenzell und dem ganzen Landkreis gegen die AFD-Veranstaltung mit Jürgen Elsässer. 

In Gröbenzell

400 Bürger zeigen Flagge gegen rechte Hetze

Gröbenzell – „Das beste Gegengift gegen braune Rattenfänger ist eine solidarische Gesellschaft.“ Das betonte der SPD-Kreisvorsitzende und Bundestagskandidat Michael Schrodi gestern Abend auf dem Gröbenzeller Rathausplatz. Und Solidarität bewiesen knapp 400 Bürger, die friedlich, ohne den Einsatz auch nur einer Trillerpfeife, gegen eine Veranstaltung der AFD mit Jürgen Elsässer im Bürgerhaus demonstrierten.

Jürgen Elsässer, Redner auf Pegida- und Legida-Märschen sowie Herausgeber eines rechten Magazins, ein „zutiefst verunsicherter politischer Irrläufer“ wie der Ortsvorsitzende der FDP, Hendrik Grallert, feststellte, referierte zum Thema „Islam – Gefahr für Europa“. Michael Leonbacher (Freien Wähler) machte klar:  „Wir sind eine sehr gastfreundliche Gemeinde“, “doch es gibt Gäste auf die können wir gerne verzichten.“

Alle im Gemeinderat vertretenen Parteien CSU, FDP, Freie Wähler, Grüne, SPD und UWG hatten zu dem Protest aufgerufen. Auch Vertreter der Kirchen, Lilo Nitz vom Arbeitskreis Asyl, VDK, Bund Naturschutz sowie Parteien und Vereine aus dem gesamten Landkreis, Deutscher Gewerkschaftsbund, Jusos, Linke, das Bündnis „Fürstenfeldbruck ist bunt – nicht braun“ und Künstler Guido Zingerl freuten sich mit Schrodi, dass so viele gekommen waren, „um gegen die rechte Hetze Flagge zu zeigen“. „Kein Fuß breit den Hetzern, kein Fuß breit den Rassisten“, forderte der SPD-Chef. „Wir wollen unsere Demokratie verteidigen“. „Lassen wir Populisten keine Chance, rücken wir zusammen“, sagte die UWG-Fraktionsvorsitzende Marianne Kaunzinger.

Brucks Dekan Albert Bauernfeind betonte, “in Zeiten des Umbruchs gilt es wachsam zu sein“. Hans Well und seine Wellbappn unterstützten die Demonstration musikalisch. Sie begrüßten unter anderem „die Pegidisten und die im Kopf Normalen“. (sus)

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