Vor der Verkehrsfreigabe führt Christian Hocke von der Autobahndirektion interessierte Bürger durch die aufwändig sanierten Tunnel. foto: archiv

A  96: Neu sanierte Tunnel ständig wegen zu hoher Lkw dicht

Etterschlag/Eching – Über Monate hinweg strapazierte die Sanierung der Tunnel Etterschlag und Eching die Nerven der Autofahrer auf der A 96. Jetzt sind die Bauarbeiten endlich abgeschlossen, da gibt es neuen Stress. Mehrmals pro Woche löst die Höhenkontrolle aus. Jedesmal gibt es Stau.

Bauoberrat  Christian Hocke (48) von der Autobahndirektion Südbayern glaubt nicht an einen Defekt der Technik. „Wenn die Höhenkontrolle kaputt ist, löst sie gar nicht aus“, sagt er. Die Tunnel sind erst seit der 40 Millionen Euro teuren Sanierung mit diesen Kontrolleinrichtungen ausgerüstet. Vier Sensoren nehmen etwa 500 Meter vor der Abfahrt bei durchfahrenden Lkw Maß. Wird die erlaubte Höhe von vier Metern an allen Messstellen deutlich überschritten, schalten die Ampeln an der Tunneleinfahrt auf Rot. Dann wird eine Polizeistreife zum Tunnel geschickt.

Der betreffende Lkw wird vermessen, oft hilft umladen, oder Luft aus den Reifen lassen. Reicht das nicht, muss die Autobahnmeisterei Inning die Mittelplanken entfernen – und der Lkw wenden. „In dem Moment müssen alle Fahrbahnen gesperrt werden“, erklärt Hocke. Bisher allerdings konnten alle Lkw durch den Tunnel geleitet werden.

Lkw-Fahrer, die die Höhenkontrollen auf Autobahnen auslösen, müssen zwischen 160 und 240 Euro Bußgeld zahlen. Sind sie auch noch durch Rot durchgedonnert, kommt ein Punkt dazu.

Bis die Tunnelampel wieder auf Grün springt, kann viel Zeit vergehen. Entnervte Pkw-Fahrer ignorieren inzwischen oft das Rotlicht. Autobahndirektion und Polizei wollen nun versuchen, die Spediteure zu informieren. Ein Spediteur habe schon zerknirscht angerufen und gefragt, wie hoch denn nun genau sein Lastwagen sein könne. Zudem soll geprüft werden, ob es sich immer um die gleichen schwarzen Schafe handelt, die bei der Tunneleinfahrt pokern.  (hvp)

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