Zwischen Bruck und Seefeld

Ab Dezember rollt der erste Bus mit kostenlosem Internet-Zugang

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Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 werden die ersten Busse in der Region Fürstenfeldbruck mit kostenlosem Wlan ausgestattet sein.

Landkreis –  Das Angebot wird in der neuen Linie 820 zwischen Bruck und Seefeld-Hechendorf eingeführt. Sukzessive sollen danach alle neuen Fahrzeuge über kostenlose, drahtlose Internetzugänge verfügen, erklärte Hermann Seifert vom Landratsamt auf Tagblatt-Nachfrage. Angedacht sei sogar, auch diejenigen Busse mit der Wlan-Technik nachzurüsten, die bereits in Betrieb sind. Das soll das Bus-Angebot in der Region zusätzlich attraktiv machen, so der Experte für den öffentlichen Personen-Nahverkehr. Anders als beim Autofahren könnten die Kunden dann während der Fahrt im Internet surfen. Wie er berichtete, hätten Studien außerdem ergeben, dass der Vandalismus in Bussen mit Wlan sinke.

Bus-Angebot nördlich der S-Bahn-Linie 4 soll neu konzipiert werden

Tags zuvor hatte der zuständige Planungsausschuss des Kreistags grünes Licht für einige weitere Verbesserungen im Bus-System gegeben. Allem voran stimmte das Gremium der neuen Express-Bus-Linie zwischen Puchheim und München-Moosach zu. In Zusammenarbeit mit der Stadt München soll diese Linie im Juni 2018 an den Start gehen. Sie ist eine Tangentialverbindung zwischen der S 4, der S 3 und der Münchner U-Bahn. Langfristig sei es sogar denkbar, die Linie über Puchheim hinaus nach Germering-Harthaus weiterzuführen, erklärte Seifert. Bei maximaler Förderung durch den Freistaat, worauf die Verantwortlichen hoffen, würde die Linie den Landkreis Fürstenfeldbruck im Jahr 2018 um die 155 000 Euro und in den Folgejahren dann jeweils 266 000 Euro kosten.

Ebenfalls auf den Weg gebracht wurde eine Neukonzeption des Bus-Angebots nördlich der S 4 für Adelshofen, Jesenwang, Landsberied und Moorenweis im nächsten Jahr. Hier sollen Lücken geschlossen und eine bessere Abstimmung erreicht werden. Den Ausschuss einstimmig passierte auch eine Fahrplanerweiterung für den vor kurzem eingeführten Express-Bus zwischen Bruck und Starnberg (X900). Er soll statt bisher stündlich zumindest in den Hauptverkehrszeiten künftig halbstündlich fahren. Hier allerdings muss der Landkreis Starnberg, mit dem Bruck zusammenarbeitet, noch zustimmen.

„Wir werden mit Wünschen, auch aus dem Westkreis, überschüttet.“

Der Planungsausschuss des Kreistags genehmigte außerdem noch Verbesserungen und Neuerungen im Bus-Angebot in Bruck und in der Stadt Olching. Da sind jetzt ebenfalls die örtlichen Gremien am Zug, die wie im Falle Starnbergs an den Kosten beteiligt sind. Insgesamt drängt der Landkreis zusammen mit den anderen Regionalvertretern im Münchner Umkreis auf mehr ÖPNV-Förderung durch den Freistaat. Diese habe mit den Erweiterungen im Bus-Angebot der vergangenen Jahre in keiner Weise Schritt gehalten, hieß es.

In der Sitzung mahnte vor allem Klaus Wollenberg (FDP) immer wieder, den finanziellen Aspekt der Erweiterungen im Auge zu behalten. Das Jahres-Defizit im Landkreis übersteigt bereits jetzt die Fünf-Millionen-Euro-Marke. Natürlich spiele Geld die größte Rolle, entgegnete ÖPNV-Planer Seifert. Da aktuell teils Förderungen von 50 Prozent möglich seien, öffne sich aber ein gutes Zeitfenster, um Neuerungen einzuführen, bevor andere die Fördertöpfe ausschöpften. Außerdem, so ergänzte Seifert am Tag nach der Sitzung gegenüber dem Tagblatt, müsse man auch berücksichtigen, was vielleicht gar nicht so bekannt sei: „Wir werden mit Wünschen, auch aus dem Westkreis, geradezu überschüttet.“

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