Einige musikalische Einlagen lockerten den Reden-Marathon der Abifeier auf. Hier spielen Florian Prestl (Posaune) und Sina Codreanu (Klavier) ein Werk von Telemann. Foto: Weber

Abifeier: Schulleiter bittet zukünftige Führungskräfte auch um soziales Engagement

Puchheim - Es war für Schulleiter Georg Baptist die letzte Möglichkeit, den scheidenden Gymnasiasten noch etwas Lehrreiches auf den Weg mitzugeben.

Und so war seine Ansprache im Rahmen der Abiturfeier auch geprägt von gutgemeinten Ratschlägen und moralischen Ausrufezeichen. Die in der Schulzeit erlernten Fähigkeiten und das Wissen seien gute Pfründe, mit denen man wuchern könne. Das Abitur solle deshalb motivieren, sich weiter anzustrengen. Denn die Schüler hätten selbst erfahren können: „Erzielter Erfolg macht Freude.“

Den Abiturienten, die Baptist wiederholt als künftige Führungskräfte bezeichnete, bringe das Ende der Schulzeit mehr Freiheiten, aber auch mehr Verantwortung. Bei allem beruflichen Engagement und technischem Fortschritt dürfe aber die Übernahme von sozialer Verantwortung nicht auf der Strecke bleiben.

Bürgermeister Norbert Seidl verwies in seinem Grußwort darauf, dass Bildung die entscheidende Ressource für Deutschland und die Grundlage für sozialen Frieden sei. „Mit dem Abitur haben Sie belegt, dass Sie einen wichtigen Beitrag zu dieser Ressource geleistet haben“, sagte der Rathauschef zu den Abiturienten. Er gab ihnen aber auch den Rat, nicht ausschließlich nach Höherem zu streben. Man müsse Fehler auch akzeptieren können und dürfe „Fünfe auch einmal g’rad sein lassen“.

Sabine Schöchle vom Elternbeirat gab in ihrer Rede einen mitunter recht amüsanten Einblick in das Gefühlsleben der Mütter und Väter während der Entwicklung der Kinder. Fazit: „Für Eure Eltern wart Ihr die Größten.“ Als Gegenleistung könnten die jungen Erwachsenen in Zukunft daran denken, ihre Eltern auch ab und zu anzurufen.

Auch Schöchle hatte am Ende gute Ratschläge parat. Wichtig war ihr vor allem, dass die Heranwachsenden angesichts der fortschreitenden Technisierung der Gesellschaft die Menschlichkeit nicht vergessen. Man solle jedes technische Werkzeug nach Belieben einsetzen, doch nichts könne die menschliche Verbundenheit ersetzen.

Für die Abiturienten sprach Sophie Wagner. Sie packte in einen Werkzeugkoffer alle wichtigen Utensilien ein, die man während der Schulzeit als Rüstzeug fürs Leben mitbekommen hatte. Dazu gehörte auch das Abiturzeugnis. Auch wenn dort nicht alles, was man gelernt hat, auch drauf stehe, wie Wagner betonte.

Abschied nehmen vom Gymnasium Puchheim hieß es übrigens nicht nur für die Abiturienten. Nach 31 Jahren Dienst wurde auch Hausmeister Johann Raab mit viel Applaus verabschiedet. Er geht in Ruhestand. (sw)

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