Einzug vor den Festgästen: Fast in Reih und Glied traten die 110 Olchinger Abiturienten auf die Bühne der Schulaula. Foto: Weber

Abifeier: Gut vorbereitet für Eintritt in die Arena des Lebens

Olching - Mit einem Versprecher eröffnete Zweiter Bürgermeister Robert Meier sein Grußwort an die Abiturienten des Gymnasium.

„Es endet hiermit die erste Attacke Ihres Lebens“, sagte er. Meier, der vor 33 Jahren selbst an der Schule das Abitur abgelegt hatte, korrigierte sich sofort und machte aus der „Attacke“ eine „Etappe“. Doch beide Begriffe passten zum Bezug auf die derzeit laufende Fußball-Weltmeisterschaft, den vor allem die Elternbeiratsvorsitzende Karin Rosner-Knaut nahm.

„Die Nationalmannschaft muss noch am Finale arbeiten. Sie haben es längst schon gewonnen“, sagte sie zu den 110 Abiturienten, die das Reifezeugnis bei der Abschlussfeier überreicht bekamen. Viele Trainer hätten diesen Weg begleitet und dabei viele Spielsysteme getestet. Diese Vielfalt sei aber für die weitere Entwicklung wichtig. „Jetzt treten Sie in die Arena des Lebens. Dort sind Sie nun auf vielen Positionen einsetzbar“, meinte Rosner-Knaut. Mit ins Team nahm sie noch die Eltern. „Sie haben als Betreuer und Motivator einen guten Job gemacht.“

Die Hauptakteure seien aber dennoch die Abiturienten, betonte Schulleiterin Beate Sitek, die den mahnenden Zeigefinger hob. „Smartphones und Tablets sparen manches an Zeit ein. Aber wir müssen lernen, mit eingesparter Zeit umzugehen“, so die Schulleiterin. Die Technik sei nicht immer daran schuld, wenn die zwischenmenschliche Kommunikation nicht einwandfrei funktioniere. „Wir haben es selbst in der Hand, Zeit zu haben“, sagte Sitek. Angesichts der vielen engagierten Abiturienten sei sie aber zuversichtlich, dass Zeit als wichtiges Gut erkannt würde. Sitek verwies noch auf den Anteil der Lehrer an dem guten Gesamtergebnis. 31 Mal stand bei der Gesamtnote eine Eins vor dem Komma. „Viele Kollegen haben mehr getan als nur ihre Unterrichtspflicht abzuleisten.“

Abiturient Christian Schneider nahm die Worte der Schulleiterin auf. „Wir haben die acht Jahre am Olchinger Gymnasium genutzt zu hinterfragen und zu lernen, uns eine eigene Meinung zu bilden.“ Schneider wies zudem darauf hin, dass einige Abiturienten bereits Verantwortung übernehmen würden, zum Beispiel als Jugendtrainer in Sportvereinen. (hk)

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