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Bauausschuss Grafrath

Abstimmungspatt bringt Supermarkt-Pläne ins Stocken

 Die Pläne für den Bau eines Supermarkts im Grafrather Zentrum verzögern sich erneut.

Grafrath – Bei der Abwägung der Bürgereinwendungen im jüngsten Bauausschuss ergab sich ein Patt, das die gesamte Planung wieder in Frage stellt. Bürgermeister Markus Kennerknecht (parteifrei) brach die Debatte daraufhin ab.

Eigentlich sollte die Beratung nur noch Formsache sein. Davon jedenfalls war CSU-Rat Gerald Kurz ausgegangen, wie er gegenüber dem Tagblatt erklärte. Allerdings konnten weder er noch seine Fraktionskollegen an der Sitzung teilnehmen. Und auch die Befürworter der Grafrather Einigkeit fehlten. Neben Kennerknecht waren von der Befürworterseite noch Sepp Heldeisen (SPD) und Andrea Seidl (FLG) vertreten.

Als dann aber Burkhard von Hoyer (BfG), der die Planung bis dahin immer begrüßt hatte, und sein Fraktionskollege Martin Söltl gleich beim ersten Bürgereinwand gegen die Planung stimmten, ergab sich mit dem zuvor schon als Kritiker bekannten Grünen-Rat Peter Kaifler ein 3:3-Patt.

Zankapfel war ein von einem Nachbarn geforderter Lärmschutz, den der Planer mit einer Wand realisieren wollte. Die jedoch stieß von Hoyer sauer auf. Er kritisierte, dass der Gartenstadtcharakter Grafraths durch immer mehr Zäune und Wände verloren ginge.

Kaifler lehnte die Planung ab, weil er sie insgesamt für missglückt halte: Das Gebäude passe nicht zur Ortsmitte, die Parkplätze seien nicht gut situiert und es fehle ein Platz mit Aufenthaltsqualität. Söltl gab für seine ablehnende Haltung keine Gründe an. Als auf Kennerknechts Frage nach Alternativen keine Antwort kam, brach der Rathauschef die Sitzung ab. Er hielt eine Einigung für nicht realistisch.

In einem emotionalen Beitrag auf Facebook machte der Rathauschef kurz nach der Sitzung seinem Frust Luft. Er würde sich wünschen, dass ein Ruck durch Grafrath geht: „Es müssen endlich auch die zu Wort kommen und ernst genommen werden, die nicht kategorisch ,Nein’ sagen, nur weil man glaubt, damit könnte alles beim Alten bleiben oder man könne dem Bürgermeister mal wieder eins auswischen.“

Nun wird geprüft, ob noch einmal im Ausschuss beraten werden darf. Falls nicht, kündigte Kurz an, das Thema nach der Sommerpause in das Hauptgremium zu bringen. Dazu ist ein Antrag von neun Gemeinderäten nötig.  ad

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