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Abwasserverband setzt auf interkommunale Zusammenarbeit

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Die Kläranlage im Egenhofener Ortsteil Poigern, die Ende 1982 in Betrieb genommen wurde: Der Abwasserzweckverband Schweinbach-Glonngruppe mit Sitz in Oberschweinbach ist für die Abwasserbeseitigung in den Gemeinden Egenhofen und Oberschweinbach zuständig. © Franz Ostermeier

Oberschweinbach/Egenhofen/Odelzhausen – So eine interkommunale Zusammenarbeit hat es bisher weder im Brucker noch im Dachauer Landkreis gegeben: Das Personal der Kläranlage in Odelzhausen (Kreis Dachau) und das des Abwasserzweckverbandes Schweinbach-Glonngruppe arbeitet künftig Hand in Hand.

Das geschieht aus Gründen des reibungslosen Ablaufs bei der Abwasserentsorgung und der Kosteneffizienz. Ein entsprechender, in beiden Gremien einstimmig beschlossener Kooperationsvertrag wurde jüngst besiegelt.

Im Vorfeld seien einige Besprechungen nötig gewesen, sagt Lutz Rosenbaum, Vorsitzender der in Oberschweinbach beheimateten Schweinbach-Glonngruppe. Doch bereits in den ersten Gesprächen mit Odelzhausens Bürgermeister Markus Trinkl sei klar gewesen, dass beide Seiten von einer Kooperation profitieren würden. „Es ist uns wichtig, qualifizierte Fachkräfte effizient einzusetzen und Urlaubs- und Krankheitszeiten zu überbrücken“, betont Rosenbaum.

Zudem sprachen personelle Veränderungen für die Zusammenarbeit. Da der ehemalige Abwassermeister von Odelzhausen nach Schwabhausen gewechselt ist, musste sich die Gemeinde um einen Nachfolger kümmern. In Oberschweinbach hingegen geht der langjährige Betriebsleiter des Abwasserzweck-Verbandes der Schweinbach-Glonngruppe, Hans Singer, im Frühjahr in Rente. Aufgrund von besonderen Arbeitsschutzbedingungen sowie für Urlaubs- und Krankheitsvertretung müsste somit auch beim Abwasserzweckverband eine zusätzliche Kraft eingestellt werden, die darüber hinaus auch die Hälfte der Bereitschaftsdienste leisten könnte.

Die Lösung: Der Nachfolger von Singer, Abwassermeister Ludwig Högenauer, hat die nötige Qualifikation, um in Odelzhausen die vom Wasserwirtschaftsamt vorgeschriebenen Tätigkeiten zu übernehmen. Auf der anderen Seite hat Odelzhausen seinerseits die nötigen Fachkräfte, um die fehlende Arbeitskraft beim Abwasserzweckverband auszugleichen.

Darüber hinaus kann sich Bürgermeister Trinkl eine weitergehende Zusammenarbeit, wie beispielsweise die gemeinsame Nutzung eines Labors, gut vorstellen: „Ich denke, dass wir mit dieser Kooperation erst den Anfang gemacht haben.“ Lutz Rosenbaum ergänzte, für ihn sei Vergleichbares auch mit anderen Gemeinden denkbar. 

von Sebastian Öl

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