Nach jahrelanger Debatte

Adelshofen bekommt Gewerbegebiet

Die Debatte um die Betriebserweiterung des Adelshofener Fuhrunternehmers Christian Furtmeier scheint dem Ende entgegen zu gehen. Der Gemeinderat hat einem Gewerbegebiet nun zugestimmt.

AdelshofenHans Hintersberger (CSU) befürchtet, dass der schwelende Streit mit den Anwohnern noch nicht ausgestanden ist. Bei der Änderung des Flächennutzungsplanes für das Gewerbegebiet gab es zwar keine Einwendungen. Doch nun sagte der CSU-Rat, er rechne mit Einwendungen der Anwohner. Auch Bauamtsleiter Markus Hörmann sagte in der jüngsten Ratssitzung: „Vor Anfechtungen ist man natürlich nie gefeit.“

Mehr als 15 Jahre kämpft Furtmeier bereits um Flächen für seine Betriebserweiterung am Ort. Eigentlich sollte er eine Fläche am Ortsausgang östlich der Straße nach Nassenhausen bekommen, um dort eine Lkw-Unterstellhalle und einen Lagerplatz zu bauen. Nach Bürgerprotesten schwenkte der Gemeinderat aber wieder auf eine Fläche südwestlich der Nassenhausener Straße um, auf der Furtmeier ursprünglich bauen wollte.

Vor allem drohender Gewerbelärm sorgte bislang für Ärger unter den Bürgern. Doch Hörmann glaubt, „dass wir schalltechnisch auf der sicheren Seite sind“. Schließlich habe man ein Lärmschutzgutachten erstellen lassen, das auch mit dem Landratsamt als Genehmigungsbehörde abgestimmt sei.

Aus diesem Gutachten geht hervor, dass die Richtwerte für die erlaubten Lärmemissionen im allgemeinen Wohngebiet deutlich unterschritten werden. Laut Hörmann können selbst die um fünf Dezibel niedrigeren Werte für ein reines Wohngebiet eingehalten werden. Außerdem wird im Bebauungsplanentwurf zwischen dem Gewerbegebiet und der Wohnbebauung ein breiter Grünstreifen ausgewiesen, so dass reichlich Abstand zwischen Betrieb und Anwohnern sichergestellt ist.

Das eigentliche Gewerbegebiet wird zudem eingegrünt. Vorgesehen ist eine dreireihige Hecke, die lediglich an zwei Stellen für Zufahrten unterbrochen wird. Zudem müssen laut Bebauungsplanentwurf auch fenster-, tür- und torlose Fassadenteile, die länger als zehn Meter sind, mit Klimmpflanzen oder anderen Gewächsen an Rankgerüsten begrünt werden, um optische Beeinträchtigungen durch den Betrieb zu vermeiden. Die Gebäude selbst dürfen eine Wandhöhe von 6,5 Metern und eine Firsthöhe von elf Metern nicht überschreiten. Außerdem sind nur Satteldächer mit einer ziegelroten Eindeckung oder mit einer Begrünung zugelassen. Als Einfriedung dürfen keine Mauern errichtet werden.

Auch für Werbeanlagen bestehen zum Schutz der Anwohner Beschränkungen. So sind keine Blinklichter, laufende Schriften oder sich bewegende Werbeschilder erlaubt. Ohnehin sind nur Anlagen für die Eigenwerbung von Furtmeier zulässig.

Der Gemeinderat segnete den Entwurf, der nun öffentlich ausgelegt wird, einstimmig ab. „Die Planung wurde nach bestem Wissen erstellt“, sagte Bürgermeister Michael Raith (CSU) in der Hoffnung, dass das auch die Anwohner so sehen. Denn dann könnte das jahrelange Streitthema ad acta gelegt werden. (adU

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