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Festzug: Nach dem Gottesdienst in St. Michael ging es über das Kriegerdenkmal zur Mehrzweckhalle.

Festabend in Adelshofen

Seit 100 Jahren: Verein erhält Werte und gibt Orientierung

Mit vielen Gästen hat der Krieger- und Soldatenverein Adelshofen-Nassenhausen sein 100-jähriges Bestehen gefeiert.

AdelshofenDie Mitglieder hatten neben einer Jubiläumsschrift und einer Ausstellung einen Festabend auf die Beine gestellt.

Die Predigt von Pfarrer Wolfgang Huber im Gottesdienst in St. Michael hatte mit der Fahne des Jubelvereins zu tun, auf der Sankt Michael, Sankt Martin und die Heilige Maria sowie der Bayerische Löwe dargestellt sind. Alle haben mit Gewalt zu tun. Michael als Drachentöter, Martin als bekehrter römischer Soldat und Maria, die den gewaltsamen Tod Jesu mit ansehen musste, und nicht zuletzt der Löwe als gewaltbereites Tier. Huber setzte sich deshalb kritisch mit Gewalt im täglichen Leben, aber auch in Kriegen überall auf der Welt auseinander.

Der Festzug mit Marschmusik führte danach zum Kriegerdenkmal, wo eine Kranzniederlegung stattfand, und weiter in die geschmückte Mehrzweckhalle. Dort sprach Oberst a.D. Fritz Morgenstern über „Die Bundeswehr im Wandel der Zeit“.

Bürgermeister Michael Raith, zugleich Schirmherr der Veranstaltung, lobte das Geburtstagskind. Der Krieger- und Soldatenverein erhalte Werte und gebe Orientierung. Und er sei aufgrund seiner Geschichte geradezu prädestiniert dafür, sich mit Themen wie Schutz der demokratischen Grundordnung, Frieden sichern durch Waffen, Kriegstreiberei durch Waffenlieferungen, Gewaltfreiheit, blinder Gehorsam, Europäische Armee und Motivation gegen den weltweit wachsenden Nationalismus auseinanderzusetzen.

Bei den Ehrungen: (v.l.) Peter Schöberl (40 Jahre Mitglied), Vorsitzender Ottmar Jakob, Schirmherr Michael Raith, die neuen Ehrenmitglieder Leonhard Schreiner, Kurt Nauder und Georg Bals, Anton Eckstein, Walter Eckstein (beide seit 40 Jahren Mitglied), Klaus Kobarschik (50 Jahre Mitglied, Ehrenmitglied) und Josef Schauer (Ehrenmitglied).

Schriftführer Peter Schöberl, der durch den Abend führte, ließ die Entwicklung des Vereins Revue passieren. Und zog ein Fazit: „Seine vordringlichste Aufgabe war und ist, das Gedächtnis an die 77 Männer aus der Gemeinde zu bewahren, die in den beiden sinnlosen Weltkriegen ihr junges Leben lassen mussten.“ Den heutigen Namen trägt der Verein übrigens erst seit 1965, als die ersten Reservisten der Bundeswehr dem „Krieger- und Soldatenverein“ beitraten.

Dann standen Ehrungen an: Georg Bals senior, Anton und Walter Eckstein, Franz Klass senior, Peter Schöberl und Hans Schöpf sind seit 40 Jahren dabei, Klaus Kobarschik und Josef Schreiner seit 50 Jahren. Die beiden Letztgenannten wurden zu Ehrenmitgliedern, genauso wie Georg Bals, Kurt Nauder, Vereins-Chronist Josef Schauer, Leonhard Schreiner und der aktuelle Kassier Josef Schöpf.

Zum Abschluss des offiziellen Teils überreichte Vorsitzender Ottmar Jakob Schriftführer Schöberl einen Geschenkkorb: für seine viele Arbeit zum Gelingen des Jubiläumsfestes.

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