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So soll der neue Kindergarten aussehen: links ist der Bestand, daran anschließend nach rechts der L-förmige Anbau zu sehen.

Mit Denkmalschutz abgesprochen

L-Form ist Lösung für neuen Kindergarten

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Kompromisse galt es für den Adelshofener Gemeinderat bei der Erweiterung des Kindergartens zum Kinderhaus zu finden. Der Denkmalschutz sprach ein kräftiges Wort bei der Planung mit. Nun scheint eine Lösung gefunden zu sein.

AdelshofenDer Kindergarten St. Michael liegt an bauhistorisch pikanter Stelle: Er ist im ehemaligen Kloster untergebracht – umgeben von zahlreichen Baudenkmälern, wie dem früheren Hofrichterhaus des Fuggerschlosses, dem Pschorrhof und der Michael-Kirche. Das Denkmalamt pocht nun darauf, dass die zu Zeiten des Fuggerschlosses bestehende Hofform des Ensembles bei einem Neubau wieder erzielt wird. In zahlreichen Gesprächen mit Vertretern des Landratsamtes und des Amtes für Denkmalpflege wurde nun eine Variante gefunden, die auch im Gemeinderat eine Mehrheit fand.

Das bestehende Gebäude soll demnach in südlicher Richtung erweitert werden. Der Anbau bekommt eine L-Form, womit – zusammen mit dem Bestand – die geforderte Hofform mit einer Freifläche in südöstlicher Richtung erreicht wird. In dem Anbau sollen dann der Kindergarten und die derzeit im benachbarten Gebäude an der Fuggerstraße 5 untergebrachten Krippenkinder zusammengeführt werden.

Insgesamt entstehen fünf neue Gruppenräume: drei für die größeren Kinder und zwei für die Krippe. Zusätzlich bleibt auch noch Platz für einen Mehrzweckraum. In den jetzigen Gruppenräumen werden künftig Personal-, Büro- und Sozialzimmer untergebracht.

Von den beteiligten Ämtern wird diese Lösung begrüßt, was auch einen zeitlichen Vorteil für die Gemeinde bringt. Denn wie Planer Claus Reitberger den Räten schon vor dieser Sitzung erläutert hatte, hat das Landratsamt eine Baugenehmigung für diesen Kompromiss ohne Bauleitplanung in Aussicht gestellt. Ein etwaiges Bebauungsplanverfahren könnte die Planung für Jahre verzögern, wenn Kreisbehörde und Denkmalschutz Bedenken vorbrächten.

Eine so lange Verzögerung kann sich die Gemeinde aber nicht leisten, wenn sie Fördergelder vom Staat für das Projekt akquirieren will. Derzeit gibt es ein Sonderförderungsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung 2017 bis 2020“. Anträge hierfür können aber nur bis 31. August 2019 gestellt werden.

Die Verwaltung soll nun die Fördermöglichkeiten prüfen. Der Gemeinderat stimmte dem Planungsentwurf mit 9:1-Stimmen zu. Reitberger wurde damit beauftragt, die konkrete Planung samt Kostenschätzung auszuarbeiten.

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