Das Rathaus in Adelshofen.
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Das Rathaus in Adelshofen.

Zu viele Autos auf Dorfstraßen

Satzung regelt Stellplätze bei Neubauten

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Die Anzahl der Stellplätze bei Neubauten in Adelshofen wird künftig durch eine Satzung geregelt. Der Gemeinderat verabschiedete ein solches Papier.

Adelshofen - Weil den Räten zu viele Autos auf den zum Teil engen Dorfstraßen parken, wurde eine Satzung in Auftrag gegeben. Gleichwohl erinnerte Bauamtsleiter Markus Hörmann daran, dass die Satzung nicht gewährleistet, dass die Stellplätze auch genutzt werden. Bürgermeister Robert Bals (WG ANL) verwies außerdem darauf, dass Straßen grundsätzlich für fließenden und ruhenden Verkehr zur Verfügung stehen. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats lautete die Abstimmung 11:1 Stimmen. Strittig war, wie ausführlich man die Satzung gestalten will.

Zu viele Autos parken auf Dorfstraßen

Im Satzungsentwurf war zunächst nur festgeschrieben, dass für Wohneinheiten mit einer Fläche von bis zu 80 Quadratmeter ein Stellplatz, bei größeren Einheiten zwei Stellplätze zu erstellen sind. Robert Hartl (WG ANL) war das zu dürftig. Er hätte unter anderem auch gerne aufgenommen, dass die Garagen nur bestimmungsgemäß – also zum Abstellen von Fahrzeugen – genutzt werden dürfen. Und auch Vorschriften für Fahrradstellplätze hielt er angesichts der steigenden Zahl von E-Bikes, die man nicht einfach an die Wand hängen könne, für sinnvoll.

Eine Regelung zum bestimmungsgemäßen Gebrauch ist laut Hörmann aber nicht nötig, da dies ohnehin gesetzlich geregelt sei. Hartl bestand trotzdem auf einen solchen Absatz, um ihn bei Diskussionen mit Bürgern „schnell griffbereit zu haben und nicht danach suchen zu müssen“.

Zwei Stellplätze ab 60 Quadratmetern

Margit Pesch, Vize-Bürgermeisterin Adelshofen

Bals wollte die Satzung nicht überladen und hielt auch die Regulierung von Fahrradstellplätzen im ländlichen Raum nicht für nötig. Frank Bischoff (WG ANL) erklärte sich ebenfalls zum Freund einer schlanken Satzung.

Nicht anfreunden konnten sich die Räte mit der Grenze von 80 Quadratmetern, ab der zwei Stellplätze gefordert werden. Vizebürgermeisterin Margit Pesch (WG ANL) schlug vor, den Wert auf 60 Quadratmeter zu senken, Matthias Stangl (CSU/BfANL) sprach sich für 50 Quadratmeter aus. Letztlich fand Marigt Peschs Vorschlag eine 9:3-Mehrheit: Für Wohnungen mit einer Fläche von mehr als 60 Quadratmetern müssen demnach zwei Stellplätze nachgewiesen werden.

Auf Anregung von Drittem Bürgermeister Stefan Heitler (CSU/BfANL) wird außerdem vorgeschrieben, dass offene Stellplätze mit einem wasserdurchlässigen Boden errichtet werden müssen, um weniger Bodenversiegelung zu bekommen. Die Satzung im gesamten wurde mit den Änderungen gegen die Stimme von Hartl verabschiedet. Sie gilt künftig bei allen Neubaugebieten ohne Bebauungsplan. ad

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