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Der Bebauungsplan für das ohnehin umstrittene Gewerbegebiet in Adelshofen muss noch einmal geändert werden. Schuld ist daran die Entwässerung.

Bezugspunkt 50 Zentimeter höher 

Sonst geht’s den Hallen im neuen Gewerbegebiet nass nei

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Der Bebauungsplan für das ohnehin umstrittene Gewerbegebiet in Adelshofen muss noch einmal geändert werden. Schuld ist daran die Entwässerung.

Adelshofen – Eigentlich wollte die Gemeinde das Gebiet möglichst tief bauen, damit die optischen Beeinträchtigungen am Ortsrand in Grenzen gehalten werden. Doch das führt nun zu Problemen mit der Entwässerung.

Die Gemeinde hatte das Gewerbegebiet gegen Widerstände aus der Bevölkerung durchgesetzt. Dadurch wird dem Fuhrunternehmer Christian Furtmeier eine Expansionsmöglichkeit am Ort gegeben. Aus dem nun erstellten Entwässerungskonzept geht jedoch hervor, dass bei der festgeschriebenen Höhe rund 70 Prozent der geplanten Halle des Unternehmens unter dem Niveau des Geländes liegen. „Wenn es dann stark regnet, steht die Halle unter Wasser“, sagt Bürgermeister Michael Raith (CSU). Dies sei unzumutbar.

Aus diesem Grund hat der Gemeinderat nun einstimmig beschlossen, den Höhenbezugspunkt um 50 Zentimeter anzuheben. Aus Sicht der Bauverwaltung ist dies vertretbar, da das Gebäude mit einer Firsthöhe von zehn Metern mit dem neuen Bezugspunkt immer noch niedriger ausfällt als gegenüber den Vorgaben des ursprünglichen Planes. Am Ortsrand liege das Gelände zudem rund zweieinhalb Meter über dem neuen Bezugspunkt der Halle. Nicht zuletzt würden auch die Gebäude des Aussiedlerhofes eine vergleichbare Höhenentwicklung aufweisen.

Beeinträchtigungen für die rund 120 Meter entfernte Wohnbebauung gibt es nach Ansicht des Bauamtes keine. „Eine Anhebung um 50 Zentimeter führt beim geplanten Gebäude und dessen Lage zu keiner merklich geänderten Wahrnehmung“, heißt es im Schreiben des Amtes. Damit die Ortsansicht durch die Hallen nicht beeinträchtigt wird, hatte die Gemeinde im Bebauungsplan eine Bepflanzung festgeschrieben. Der Bauausschuss, der den Antrag zur Höhenentwicklung vorberaten hatte, regte an, im Zuge der Genehmigung durch eine Bürgschaft die Eingrünung sicherzustellen. „Sie soll mit der Fertigstellung der Gebäude erfolgen“, sagt Raith. Der Gemeinderat segnete die Punkte einstimmig ab.

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