Seit über 100 Jahren wächst die Linde vor St. Martin in die Höhe: Nun muss sie gefällt werden.
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Seit über 100 Jahren wächst die Linde vor St. Martin in die Höhe: Nun muss sie gefällt werden.

Aus dem Gemeinderat

Die Tage der alten Kirch-Linde in Adelshofen sind gezählt

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Mehr als 100 Jahre lang wuchs die 16 Meter hohe, alte Linde bei der Martinskirche in Nassenhausen. Doch nun muss der ortsbildprägende Baum gefällt werden.

Adelshofen – Grund ist eine faule Stelle im Stamm. Ein Ersatzbaum soll aber gepflanzt werden – und zwar von der Familie Hartl, die schon die Linde Baum gespendet hatte.

Robert Hartl (WG A-N-L) wusste recht genau, was ein neuer Baum kostet: rund 500 Euro. „Ich habe mich schlau gemacht, weil ich schon mit dem Gedanken gespielt habe, eine neue Linde zu spenden“, sagte Hartl, der zuvor Piecha hieß, vor Kurzem aber in die Hartl-Familie eingeheiratet und den Nachnamen seiner Frau angenommen hatte.

Warum die Tage der Linde gezählt sind, erläuterte Frank Bischoff (WG A-N-L), der den Baum vor Ort begutachtet hatte. „Wegen Fäule ist ein vier Meter langer Stämmling abgebrochen.“ Die Verkehrssicherheit sei nicht mehr gegeben. Um diese wieder herzustellen, müsste der Baum um ein- bis zweieinhalb Meter eingekürzt werden.

Laut Bischoff wären das aber nur Maßnahmen auf Zeit. „Die Fäule wird weitergehen, weitere Zuschnitte und Gutachten würden nötig“, sagte er. Maximal zehn bis 15 Jahre gibt er der Linde noch. Deshalb schlug er vor, sich das Geld für Zuschnitte und teure Gutachten zu sparen, den Baum zu fällen und einen neuen zu pflanzen. „Ich bin zwar grundsätzlich für den Erhalt, aber nur, wenn es Sinn ergibt“, sagte Wolfgang Weigl (CSU/BfANL). Das sei hier aber nicht der Fall. Auch die übrigen Ratsmitglieder sahen das so.

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