Adelshofener Projekt beendet

Ein Dorf feiert seine Erneuerung

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Die Dorferneuerung in der Gemeinde Adelshofen ist nach fast 20 Jahren abgeschlossen. Das letzte Projekt wurde im Ortsteil Nassenhausen beendet. Deshalb wurde dort nun auch im Rahmen des Dorffestes kräftig gefeiert.

Nassenhausen – Dass das Fest wie immer auf dem Dorfplatz vor dem Eibl-Wirt stattfand, war dieses Mal besonders passend. Zum einen war auch dieser Platz im Rahmen der Dorferneuerung verschönert worden. Zum anderen fanden in der Gaststätte einige entscheidende Verhandlungen statt. „Wir haben dort so manche Schlacht geschlagen“, sagte Bürgermeister Michael Raith scherzhaft. Er meinte damit vor allem Grundstücksverhandlungen. Diese waren nötig, um Gehwege in Nassenhausen zu bauen.

Der Begriff „Schlacht“ mag dabei etwas zu martialisch gewählt worden sein. Denn wie Johannes Mühlbauer vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) erklärte, hätten die Nassenhausener große Bereitschaft zu Grundabtretungen gezeigt. Allerdings habe bei den Bürgern erst einmal Skepsis geherrscht, ob ihre Beteiligung am Dorferneuerungsprozess überhaupt etwas bringt. „Nach den ersten Gesprächsrunden haben sie dann aber schnell gemerkt, dass das wirklich ernst gemeint ist“, sagte Mühlbauer.

Die Zusammenarbeit zwischen Bürgern, Gemeinde und ALE habe die Dorfgemeinschaft nachhaltig gestärkt – und das nicht nur in dem Ort, in dem nun das Dorffest stattfand. Adelshofen, Luttenwang, Nassenhausen: alle drei Ortsteile wurden in den vergangenen beinahe zwei Jahrzehnten runderneuert. Obwohl seinerzeit in Adelshofen begonnen wurde, spielt auch da Nassenhausen schon eine Rolle, wie sich Raith erinnerte. Eine der ersten Maßnahmen war nämlich der Bau des Radwegs zwischen den beiden Gemeindeteilen. Mittlerweile wurde der Weg auf der einen Seite zur St. Willibaldkirche in Jesenwang und auf der anderen Seite nach Mammendorf verlängert.

„Das war der Auftakt für eine Erfolgsgeschichte“, sagte der Rathauschef. Richtig los ging es in Nassenhausen erst im Jahr 2010. Nach dem Startschuss drängte die Zeit. Schließlich sollte sich der Ort zu seiner 1200-Jahr-Feier 2014 von seiner besten Seite zeigen.

Die Maßnahmen waren zahlreich: verkehrsberuhigte Straßen und die bereits erwähnten Gehwege, die Gestaltung des Dorfplatzes und des Kirchplatzes mit einem Selipert-Denkmal, Parkplätze an der St. Martins-Basilika, ein Brückenbau an der Maisach und ein Wasserspielplatz. Der Kraftakt gelang, 2013 war alles fertig für die große Jubiläumsfeier 2014.

Dass erst jetzt der Abschluss der Dorferneuerung gefeiert wurde, lag daran, dass sich später doch noch ein Projekt auftat: der Ausbau der Äußeren Adelshofener Straße. Es sei zwar Überzeugungsarbeit nötig gewesen, um noch einmal einen Zuschuss beim ALE zu erwirken, wie Raith sagte. Am Ende aber floss das Geld und erhöhte die gesamte Zuschussmenge für den Ortsteil Nassenhausen auf 628 000 Euro. „Ohne dieses Geld hätte die Gemeinde die Investitionen von 1,3 Millionen Euro nicht stemmen können“, sagte Raith.

Einer, der sich beim Dorffest mit den Nassenhausenern freute, war der Erste Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet. Er hatte vor rund 20 Jahren die Förderung ländlicher Gemeinden im Rahmen der Dorferneuerung ins Leben gerufen. Adelshofen war damals neben Puchheim, Landsberied und Kottgeisering eine der ersten Kommunen, die davon profitierte. „Es ist schön, wenn man dann nach 20 Jahren noch selbst miterleben kann, dass etwas Gescheites aus der Idee geworden ist“, sagte Bocklet.

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