1. Startseite
  2. Lokales
  3. Fürstenfeldbruck
  4. Adelshofen

Erhebliche Mängel an Adelshofens Feuerwehrhäusern

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Andreas Daschner

Kommentare

Das Rathaus in Adelshofen.
Das Rathaus in Adelshofen. © Daschner

Die drei Feuerwehrhäuser in der Gemeinde weisen zum Teil erhebliche Mängel auf. Das geht aus dem Feuerwehrbedarfsplan hervor, der nun im Gemeinderat vorgelegt wurde. Vor allem in den Ortsteilen Nassenhausen und Luttenwang muss nachgebessert werden.

Adelshofen – Das Gesamturteil von Stefan Knobloch, der den Bedarfsplan erstellt hat, fällt nicht gut aus: Die Feuerwehrhäuser in Adelshofen, Nassenhausen und Luttenwang entsprächen teilweise weder der Norm noch den einschlägigen Unfallverhütungsvorschriften. Vor allem die Bewertung für Nassenhausen ist vernichtend: „Das Feuerwehrgerätehaus ist nicht mehr zukunftsfähig“, so Knobloch. Ein Neubau sei an geeigneter Stelle vorzusehen.

Ein solcher ist auch längst geplant, und zwar im Baugebiet Am Garefeld. „Dort hat sich die Planung aber lange Zeit verzögert“, sagte Bürgermeister Robert Bals (WG ANL) bei der Ratssitzung. Stefan Heitler (CSU/BfANL) forderte daher, dass die Kommune rasch reagieren müsse. „Es muss schnell Abhilfe geschaffen werden, damit die Gemeinde nicht mehr angreifbar ist“, sagte der Dritte Bürgermeister. Er fordert entsprechende Handlungsanweisungen an die Feuerwehr. Das reicht dem Feuerwehrreferenten Matthias Stangl (CSU/BfANL) aber nicht: „Die einzige Lösung ist, so schnell wie möglich zu bauen.“

Bedingt zukunftsfähig

Bei aller Diskussion um Nassenhausen meldeten sich auch Vertreter der Luttenwanger Wehr zu Wort. Das dortige Feuerwehrhaus bezeichnet Knobloch nur als bedingt zukunftsfähig. Es entspreche nicht den heutigen Ansprüchen an einen Stellplatz, an Sanitäranlagen und an eine Heizung. Auch ein eigener Spindraum könnte geschaffen werden. Derzeit stehen die Schränke in der Fahrzeughalle.

Die Feuerwehrler kündigten an, über kurz oder lang entsprechende Anträge stellen zu wollen. Auch von einem Neubau in den nächsten 20 Jahren war die Rede.

In Adelshofen fallen die Mängel noch überschaubar aus: Unter anderem werden laut Knobloch mehr Lagerraum für Reservegeräte, ein weiterer Fluchtweg fürs Dachgeschoss und Platz für einen Anhänger benötigt. Eine gute Nachricht hatte der Experte aber auch noch: „Alle Feuerwehren können die Alarmierungszeiten einhalten.“

Soll heißen: Bei einem Alarm sind die Einsatzkräfte in ihrem Zuständigkeitsbereich innerhalb von zehn Minuten am Unglücksort. Dennoch gibt es auch hier einen Haken: Nassenhausen und Luttenwang fehlen Fahrzeuge mit eigenem Wassertank und mindestens vier Atemschutzgeräten. Die sind eigentlich für die Erstalarmierung vorgeschrieben.  ad

Auch interessant

Kommentare