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Generationen von Adelshofenern haben den Kindergarten St. Michael im alten Schulhaus besucht, auch Bürgermeister Michael Raith. Nun soll neu gebaut werden – am besten am selben Standort. 

Adelshofen

Komplizierter Weg zu neuem Kindergarten

Ein Großprojekt hat sich die Gemeinde Adelshofen für das Jahr 2018 vorgenommen. Der Kindergarten St. Michael soll neu gebaut werden. Was das Vorhaben kompliziert macht: Die Einrichtung steht auf dem Klosterareal, auf dem das Denkmalschutzamt ein Mitspracherecht hat. Und auch die Bürger sollen mitwirken.

Adelshofen Derzeit ist der Kindergarten im alten Schulhaus auf dem Areal an der Fuggerstraße untergebracht. Doch das Gebäude ist ganz schön in die Jahre gekommen, stammt es doch aus dem Jahr 1890. Die Einrichtung soll am jetzigen Ort bleiben, wie Bürgermeister Michael Raith (CSU) betont: „In dem Klostergebäude erfolgt seit sechs Generationen Bildung, Erziehung und Wertevermittlung.“

Der jetzige Kindergarten habe Atmosphäre – und einen außergewöhnlichen Garten. Um das zu erhalten, befinde man sich in intensiven Gesprächen mit den Behörden. Raith: „Wir bewegen uns gerade im Dschungel des Baurechts, des Denkmalschutzes, der Kreisbauabteilung und der Kreisbaumeisterin.“ Gerade die Belange des Denkmalschutzes müsse man sehr ernst nehmen. Schließlich lägen ringsum fünf Baudenkmäler, darunter das Rathaus und der Pschorrstadel sowie mit den Resten des ehemaligen Schlossgrabens ein Naturdenkmal. „Unser Klosterareal ist mit seinen gut 24 000 Quadratmetern ein Schatz und ein Juwel“, sagt Raith.

Um dem gerecht zu werden, schwebt dem Denkmalamt ein Kinderhaus in einer gewissen Hofform vor – „in Anlehnung an die alte Schlossanlage der Fugger“, wie Raith erklärt. Ein Planungsbüro arbeite bereits auf Hochtouren, auch der Gemeinderat habe viele Ideen.

Doch auch die Bürger sollen bei der Gestaltung des Adelshofener Herzstücks – so bezeichnet Raith das Klosterareal – ein Wort mitreden. Man sei deshalb wieder an das Amt für ländliche Entwicklung herangetreten, mit dem man bereits bei der Dorferneuerung zusammengearbeitet hat. Die Chancen, das Amt mit ins Boot zu holen, scheinen gut zu sein. „Die verantwortliche Abteilungsleiterin war bei einer Ortsbegehung von der gesamten Anlage überwältigt“, sagt Raith.

Die Adelshofener seien zu einem kostenfreien Workshop in die Dorferneuerungsschule nach Thierhaupten eingeladen worden. Ziel des Projekts: „Das Dorf soll gemeinsam ein Konzept für die Gestaltung des ganzen Klostergartens erarbeiten“, sagt Raith. Mit ins Boot sollen dazu die Kindergartenleitung, das Planungsbüro, der Gemeinderat und „natürlich die Bürger“, wie der Rathauschef betont.

Mögliche Inhalte der Debatte sind laut Raith eine Wiederbelebung des Schlossgrabens, die Ertüchtigung des Bauerngartens sowie Bepflanzungen und die Gestaltung des Wegerls zur Kirche. Zehn Plätze für den Workshop am zweiten Märzwochenende 2018 seien noch frei. Wer mitwirken will, könne sich bei der Gemeinde melden. (Andreas Daschner)

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