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Nassenhausen blüht an zwei Stellen auf

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Die Gemeinde beteiligt sich am Projekt „Brucker Land blüht auf“ und wird auf zunächst zwei Flächen Blühwiesen pflanzen. Sie sollen Insekten als Heimat dienen.

Adelshofen –  Insgesamt hatte eine Untersuchung sechs mögliche Areale in der Gemeinde ergeben – vornehmlich in den Ortsteilen Nassenhausen und Luttenwang. „In Adelshofen gab es zwar auch Flächen, aber die wurden bereits in Eigeninitiative angepflanzt“, erklärte Margit Pesch (FW). So verblieben zwei Flächen in Luttenwang (am Ortseingang und im Bereich Römer- und Hörbacher Straße) sowie vier in Nassenhausen: am Fahrenbach, am Dorfplatz, die Verkehrsinsel in der Prälaten-Hartl-Straße und das Verkehrsbegleitgrün entlang der Adelshofener Straße.

Pesch regte an, heuer noch auf Arealen zu starten, auf denen Blumenzwiebeln ausgebracht werden sollen, da deren Pflanzzeit im Herbst sei. „Flächen mit Sträuchern kann man auch im nächsten Jahr angehen“, sagte sie angesichts des Hinweises von Vize-Bürgermeister Hans Siebenhütter (CSU), dass im aktuellen Haushalt keine Mittel bereitgestellt seien. Pesch erklärte zudem, dass sie die Fläche am Fahrenbach nahe ihres Wohnhauses in Eigeninitiative bepflanzen will.

Letztlich einigte sich das Gremium darauf, dass die Gemeinde die Pflanzungen am Dorfplatz und entlang der Adelshofener Straße in Nassenhausen vornehmen soll – nicht jedoch ohne eine längere Debatte zuvor. Vor allem die Flächen entlang von Straßen sah Siebenhütter eher kritisch: „Die bringen gar nichts, durch schnell fahrende Autos werden Insekten sogar eher getötet.“ Stefan Heitler (CSU) warnte vor einem Schnellschuss: „Da sollten sich lieber ein oder zwei Gemeinderäte damit beschäftigen und das vernünftig planen.“

Pesch hielt dagegen, dass beispielsweise auf den Blühflächen an der Straße Richtung Mammendorf sehr viele Insekten leben würden. Rosmarie Siebenhütter (FW) sagte: „Für unsere Natur darf uns kein Fünferl zu schade sein.“ Und Bürgermeister Michael Raith (CSU) bewertete es positiv, dass durch die Anpflanzungen auch die Attraktivität der Ortschaften erhöht werde. Letztlich segnete der Gemeinderat die Anpflanzung der beiden Flächen in Nassenhausen mit großer Mehrheit ab. Die Kosten dafür belaufen sich laut Pesch auf voraussichtlich 3000 Euro zuzüglich der Arbeitskosten. Die Mittel müssten außerplanmäßig bereitgestellt werden. Eine Unabwägbarkeit bleibt: Laut Pesch ist nicht klar, ob heuer überhaupt noch Saatgut aus dem Projekt erhältlich ist. Im nächsten Jahr sollen aber auf jeden Fall Haushaltsmittel für „Brucker Land blüht auf“ bereitgestellt werden. ANDREAS DASCHNER

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