Nein zu Hausdächern im Toskana-Stil

Die Gemeinderäte wollen am Ortsrand des Gemeindeteils Nassenhausen keine Dächer im Toskana-Stil. Das Gremium lehnte es ab, die Dachformen im Bebauungsplan „Am Garefeld“ freizugeben, nachdem ein Heimatpfleger davon abgeraten hatte.

Adelshofen Die Planung, die den Bau eines neuen Feuerwehrhauses, eines kleinen Gewerbebetriebs sowie von fünf Wohnhäusern ermöglichen soll, war in einer früheren Sitzung zurückgestellt worden. Grund war unter anderem der Wunsch einiger Räte nach einer Prüfung, ob auch andere Dachformen zugelassen werden sollen. Neben Dächern im Toskana-Stil war auch eine Freigabe für alle Dachformen in der Diskussion. Davon nahmen die Räte nun aber Abstand, nachdem Martin Wölzmüller, Geschäftsführer des Vereins für bayerische Heimatpflege, im Bauausschuss ein Plädoyer für Satteldächer gehalten hatte.

Wölzmüller appellierte an die Kommunalpolitiker, im Sinne einer Bewahrung der Heimat samt ihrer baukulturellen Tradition „von kurzlebigen Modetrends wie dem Toskanabaustil Abstand zu nehmen“. Nur durch die Festsetzung von Satteldächern können laut dem Heimatpfleger Orts- und Landschaftsbild im Bereich ländlich geprägter Orte ohne größere Störungen bewahrt werden. „Insbesondere die verschiedenen Dachformen untereinander führen an vielen Orten zu unharmonischen Erscheinungsformen und folglich zur Verunstaltung des Ortsbildes“, führte Wölzmüller aus.

Dem schloss sich auch Bürgermeister Michael Raith (CSU) an, der ein Mischmasch von Dachformen am Ortsrand ebenfalls nicht wünschte. Er sprach von einer Optik „wie Kraut und Rüben“. Das fand auch das Gremium und segnete den Entwurf des Bebauungsplans mit Satteldächern ab. Raith zeigte sich froh, dass die Planung nun wieder einen Schritt weiter ist: „Die Feuerwehr braucht ihr neues Gebäude, darum wird es Zeit, dass wir weitermachen.“  ad

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