Besuch der Biogasanlage in Luttenwang: Die Schüler Fabian Westermann, Felix Kaltenegger, Alexander Deuschl mit Anlagenbetreiber Josef Schmid und Gottfried Obermair von ZIEL 21. 

Olching/Luttenwang

Schüler experimentieren mit Biogasanlage

 Klimawandel, alternative Energiegewinnung und Energiewende: Das sind alles sehr abstrakte Begriffe. Drei Schüler des Olchinger Gymnasiums nähern sich dem Thema nun auf eine sehr praktische Art:

Olching/Luttenwang – Sie experimentieren mit einer modellartigen Biogasanlage, um den Gärprozess und die Gaserzeugung von verschiedenen Stoffarten zu testen. So wollen Felix Kaltenegger, Alexander Deuschl und Fabian Westermann letztendlich herausfinden, ob sie Energiepflanzen wie Mais durch Haus- und Gartenabfälle ersetzt werden können. Der Müll wird so zu einer wertvollen Ressource zur Energiegewinnung.

Das im Landratsamt ansässige Zentrum Innovative Energien im Landkreis Fürstenfeldbruck – kurz Ziel 21 – unterstützt das Projekt der Gymnasiasten. Vereinsvorsitzender Gottfried Obermair hat für die jungen Forscher den Kontakt zu Josef Schmid (Bioenergie Luttenwang) hergestellt. Dieser betreibt selbst eine Biogasanlage, die sich die Jugendlichen vor Ort anschauen durften.

Sie stellten Schmid größtenteils Fragen zum Gärprozess und zu der dafür erforderlichen Wärme. Der erfahrene Anlagenbetreiber hatte Tipps parat, über die sich die Gymnasiasten freuten.

Zudem erklärte Schmid, dass seine Biogasanlage beziehungsweise die nachgeschalteten Blockheizkraftwerke Wärme für den Ortsteil und eine sogenannte Regelenergie (eine Art Reserve für das Stromnetz) für das von Wind und Sonne abhängige Stromangebot liefern. Als nützliches Souvenir durften die Schüler eine Gärmischung der eingesetzten Substrate aus Rinder- und Schweinegülle, Mais- und Grassilage, Festmist und Ganzpflanzensilage in ihr Labor mitnehmen. Ihre Forschungsergebnisse präsentieren sie zum Schuljahresende. Das Projekt wird dann eventuell noch fortgesetzt.  gar

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