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Kirchenpflegerin Sandra Scheiel und Adelshofens Bürgermeister Michael Raith am so genannten Selipert-Denkmal (Foto oben). Es wurde 2013 im Rahmen der Dorferneuerung zwischen der Maisach und der Kirche errichtet. Errichtet und entworfen wurde es vom Bildhauer und Theologen Franz Hämmerle, der bei einer öffentlichen Ausschreibung den Zuschlag erhalten hatte.Direkt neben dem Denkmal befindet sich eine neu angelegte Sitzgelegenheit. Das Sitzrondell, das Selipert-Denkmal und die Kirche sollen eine Einheit bilden. 

Tag des offenen Denkmals

Sie wollen Kirche einmal anders erlebbar machen

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„Entdecken, was uns verbindet“: Das ist das Motto am bundesweiten Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 9. September. Heuer beteiligt sich erstmals auch die Pfarrei St. Martin.

Nassenhausen –  Kirchenpflegerin Sandra Scheiel und Martin Steber haben ein Programm organisiert, das einerseits zeigt, welche Verbindungen es in der Pfarrei und ganz allgemein unter den Menschen gibt, und das andererseits Kirche „mal anders“ erlebbar macht.

Sandra Scheiel ist seit sechs Jahren Kirchenpflegerin und kennt den Tag des offenen Denkmals natürlich. Trotzdem war die Martinskirche noch nie dabei. „Dieses Jahr kam eine Anfrage von der Diözese, ob wir mitmachen wollen“, erzählt sie. Das war Ansporn. Nach der Zusage gab es seit Ende Juni drei Treffen, erst waren die Organisatoren zu viert, mittlerweile hat sich das Team urlaubsbedingt halbiert.

Besinnliche Stationen

Doch der kleine Kreis hat viel auf die Beine gestellt. Der Nachmittag beginnt um 15 Uhr mit einer ökumenischen Andacht, gehalten von der evangelischen Pfarrerin Sabine Huber und der katholischen Gemeindereferentin Marina Ebner. „Die beiden werden Beispiele nennen, was uns verbindet“, berichtet Scheiel. Dann seien die Zuhörer aufgerufen, sich selbst an der Ideensammlung zu beteiligen. Alles wird auf Zetteln notiert und an einer Pinnwand festgehalten. Kinder können auch ein Bild malen. Zudem gibt es Blanko-Puzzleteile, acht mal acht Zentimeter groß, die ebenfalls beschrieben und bemalt werden können und dann auf einem Brett zusammengesetzt werden. Diese beiden Aktionen gehen den ganzen Nachmittag weiter. Nach der Andacht gibt es „besinnliche Stationen“, dort können Texte gelesen und dort kann sich ausgetauscht werden. Thomas Schilling leitet ab 16.30 Uhr ein gemeinsames Singen für Alt und Jung an.

Martin Steber bietet ab 16 und ab 17 Uhr eine etwa 20-minütige Führung durch die Kirche, in den Turm und zum Selipertdenkmal an. Fließend zwischen 16 und 18 Uhr kann auch nur der Turm besichtigt werden. „Der ist sonst nie zugänglich. Und auch viele Nassenhausener waren noch nie oben“, sagt Scheiel dazu. Sie empfiehlt jedem, einmal in den Turm hinauf zu steigen und den Ausblick zu genießen.

Zum Abschluss des Denkmaltags kurz vor 19 Uhr gibt es in der Kirche eine kleine Show mit Licht und Musik. „Das bietet dann andere Ansichten, eben auch Kirche mal anders“, sagt Scheiel. 

In der Führung

geht es natürlich auch um die Geschichte. Da ein Mann namens Selipert im Jahr 814 eine Kirche an den Freisinger Bischoff Hitto übergab, kann Nassenhausen auf eine über 1200-jährige Geschichte zurückblicken. Für den Ort ist diese historische Tatsache die ersturkundliche Erwähnung. Daher wurde im Rahmen der Dorferneuerung im Jahr 2013 zwischen Maisach und Kirche das Selipertdenkmal errichtet. Der Bildhauer und Theologe Franz Hämmerle hatte sich bei einer öffentlichen Ausschreibung mit seiner Gestaltungs- und Denkmalvorstellung durchgesetzt. Selipertdenkmal, Sitzrondell und Kirche bilden eine Einheit und verdeutlichen die markante Lage von Nassenhausen im Herzen des Maisachwinkels.

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