Damit sie nicht ganz verschwunden ist, hat die Marienstatue eine schicke Hülle, auf der ein Bild von ihr ist, bekommen. Die Mitarbeiter des Bauhofs haben sie ihr angelegt.
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Damit sie nicht ganz verschwunden ist, hat die Marienstatue eine schicke Hülle, auf der ein Bild von ihr ist, bekommen. Die Mitarbeiter des Bauhofs haben sie ihr angelegt.

Aus dem Gemeinderat

Versetzung der Mariensäule: Vorwürfe gegen Adelshofener Rathauschef

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Über den Standort der Mariensäule in Adelshofen besteht im Gemeinderat Gesprächsbedarf. Nun kommt das Thema als ordentlicher Punkt auf die Tagesordnung.

Adelshofen - Im Zuge der Einhausung der Säule zum Schutz vor der Witterung hatte Bals erklärt, dass er mehrere Gründe für eine früher schon einmal diskutierte leichte Versetzung des Denkmals sieht: Neben einem besseren Witterungsschutz ist das vor allem eine Kostenersparnis beim Straßenbau, da für den geplanten Umbau der Kreuzung Pfarrer-Lampert-, Ring- und Pfaffenhofener Straße dann kein Grunderwerb nötig wird. Diese öffentliche Äußerung schon vor der Ratssitzung bezeichnete Dritter Bürgermeister Stefan Heitler (CSU/BfANL) als Beeinflussung des Gemeinderats.

Bals verteidigte sich damit, dass die Säule von öffentlichem Interesse sei und er schon mehrfach darauf angesprochen wurde. Außerdem wolle er noch nicht über einen neuen Standort abstimmen, sondern im Gremium nur eruieren, ob er das Thema beim Denkmalamt überhaupt noch einmal ansprechen soll. Deshalb hatte er auch keinen eigenen Tagesordnungspunkt angesetzt, sondern das Thema lediglich unter dem Punkt „Wünsche und Anträge“ angesprochen.

Heitler argumentiert: Denkmalamt habe Versetzung schon abgelehnt

Stefan Heitler wirft dem Rathauschef Robert Bals vor, den Gemeinderat beeinflusst zu haben.

Heitler sagte, dass sich das Amt bereits einmal eindeutig positioniert habe und eine Versetzung im Gemeinderat deshalb abgelehnt wurde: „Bei einer Ortsbegehung hieß es von Seiten des Denkmalamts, dass eine Versetzung nicht zur Debatte steht.“ Begründet wurde dies damit, dass sie an einem markanten Punkt im Ort stehe, wo sie bereits in einer alten Karte der Fugger verzeichnet gewesen sei.

Die Ortsbegehung fand noch vor der Kommunalwahl mit dem alten Gemeinderat und Bals’ Vorgänger Michael Raith statt. Bals erklärte, dass die damalige Diskussion nicht ausreichend dokumentiert worden sei. Vor allem das Thema des nötigen Grunderwerbs sei nach den alten Protokollen nicht ausreichend erörtert worden. „Und auch mit den Nachbarn wurde nicht gesprochen“, sagte der Rathauschef.

Weigl: „Das ist eine göttliche, historische Verkehrsberuhigung“

Dabei könnten diese einiges zur Verkehrssituation an der Kreuzung sagen. Wolfgang Weigl (CSU/BfANL) würde indessen die Kreuzung sogar komplett im jetzigen Zustand lassen, weil sie ortsunkundige Raser ausbremsen könnte. „Das ist eine göttliche, historische Verkehrsberuhigung“, sagte er. „Wir brauchen im Dorf keinen idealen Rennstreckenradius in der Kurve.“

Frank Bischoff (WG ANL) sieht das Thema „noch lange nicht ausdiskutiert“. Er meinte, es gebe noch zahlreiche weitere Ausbauvarianten, über die man sprechen müsse. Sein Fraktionskollege Robert Hartl sah dies ähnlich: „Es gibt noch erheblichen Diskussionsbedarf, deshalb sollten wir das Thema in einer der nächsten Sitzungen noch einmal als ordentlichen Tagesordnungspunkt behandeln.“ Diesem Vorschlag folgte das Adelshofener Gremium einstimmig.

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