Kämpfen für die S 4: BI-Aktivisten um Mirko Pötzsch (3.v.r). Foto: Kiener

In Aktion für den Ausbau der S4

Fürstenfeldbruck - Sechs Stunden waren Mitglieder der Bürgerinitiative für den S 4-Ausbau an und in der S 4 unterwegs, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen.

Sie hoffen auf ein Gespräch im Innenministerium.

„Seitens der Kommunalpolitiker sind wir parteiübergreifend auf große Unterstützung entlang der Strecke gestoßen“, sagt Mirko Pötzsch von der S 4-Initiative. Die Gemeinde Türkenfeld hatte sich dabei besonders ins Zeug gelegt: „In Türkenfeld war’s am schönsten, hier wurden wir und die Bahngäste sogar mit Kaffee und Brezen verwöhnt“, berichtete Pötzsch später beim Halt in Eichenau. In Grafrath war auch der parteifreie CSU-Bürgermeister-Kandidat Markus Kennerknecht vor Ort, um auf die S 4-Misere aufmerksam zu machen. Gerade in den westlichen Landkreisgemeinden wachse die Befürchtung, dass sie beim S 4-Ausbau außen vor gelassen werden könnten, sagte Pötzsch.

Die Gelegenheit nutzte auch der Eichenauer Landratskandidat Bernd Heilmeier (FW). „Bei einer nächsten Aktion müssen wir das Übel an der Wurzel packen und uns bestenfalls gleich vor dem Maximilianeum treffen.“ FDP-Kandidat Raphael Seitz berichtete: „Ich fahre täglich um 6.55 Uhr ab Eichenau Richtung München, um pünktlich um 8 Uhr in der Schule am Rosenheimer Platz zu sein - da kriege ich die Probleme auf der gesamten Strecke mit.“ Zur Sprache kam auch immer wieder der Westkopf Pasing - ein Engpass, durch den alle Züge müssen und dessen Ertüchtigung schon lange auf sich warten lässt.

Doch bei allem Zuspruch: BI-Sprecher Mirko Pötzsch ist klar, dass er die Unterstützung der Landespolitik braucht, soll es wirklich Verbesserungen auf der meistbefahrenen Strecke im Münchner Umland geben. Ein Treffen mit dem Innenminister sei geplant. „Wir werden mehrere Terminvorschläge unterbreiten, damit wir überhaupt eine Chance auf das Treffen haben.“ Martin Eberl, SPD-Sprecher in Eichenau, kündigte an: „Unser Protest hinsichtlich der Hinhaltetaktik der Staatskanzlei wird auch nach der Kommunalwahl weitergehen.“

Der Kampf um Verbesserungen bei der S 4 läuft seit Jahren. In der Region gilt sie als überlastet, in den Fachstellen des Ministeriums nicht. Der viergleisige Ausbau war einst von der CSU angekündigt, aber nie umgesetzt worden. Derzeit wird ein Ausbau der Linie bis Eichenau genauer untersucht. Gleichzeitig gibt es einen Vorstoß des Kreises, der mit Hilfe eines Gutachtens die Einführung von Sprinter-Zügen vorgeschlagen hat, um ohne Ausbau zu kurzfristigen Kapazitätserhöhungen zu kommen. Die Antwort auf die überarbeitete Fassung des zuerst von den Verantwortlichen abgelehnten Gutachtens steht noch aus.

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