Hörbach

Alle wollen bei der Dorfstraße mitreden

Hörbach - Wenn bei Entscheidungen über ein Hörbacher Thema die Gemeinderatsmitglieder aus dem Althegnenberger Ortsteil nicht mitreden dürfen, sind die Bürger natürlich nicht begeistert. Genau das passiert aber jetzt.

Es geht um den Ausbau der Luttenwanger und der Althegnenberger Straße. Da alle vier Ratsmitglieder aus Hörbach an der Ortsdurchfahrt wohnen, gelten sie als befangen und sind somit laut Gesetz von der Beratung und Beschlussfassung ausgeschlossen. Das eröffnete Rathauschef Paul Dosch (Wählergruppe Bürgerinitiative) den rund 85 Anwesenden in der Bürgerversammlung im Wirtshaus zum Sandmeir. „Dass nur Althegnenberger Räte über eine Hörbacher Straße entscheiden, kann doch nicht sein“, kritisierte eine Bürgerin.

Dosch versprach, er werde sich im Vorfeld mit den Vertretern des Ortsteils zusammensetzen. „Wir werden einen vernünftigen Weg finden, dass alle mitreden können, auch die Anwohner.“ Die landläufigen Anliegerversammlungen bezeichnete ein Zuhörer allerdings als „Alibi-Maßnahmen“: Sie würden erst dann stattfinden, wenn schon Fakten geschaffen seien. Dosch sicherte daraufhin zu, die Bürger vor den Entscheidungen einzubinden.

Derzeit wartet man ohnehin noch die gesetzliche Neuregelung zum Thema Ausbausatzung ab. Bis dahin ist das Projekt auf Eis gelegt. Dosch hofft auf eine Entscheidung bis zum Sommer, so dass die Planung bis Jahresende steht. Um den Ausbau der 52 Jahre alten Ortsdurchfahrt wird man in seinen Augen nicht herumkommen. Dabei sollen auch die Brücke und die Oberflächenwasserkanäle erneuert werden. Bis jetzt nicht ausgebaut wurde nach dem Willen der dortigen Anwohner der Engildienring.

Nun sei es nötig, die Straße mit Kies aufzufüllen, so ein Bürger. Doch Dosch sieht nicht ein, wieso dafür die Gemeinde aufkommen soll. Wenn die Anwohner sich einig seien, könnten sie die Maßnahmen selbst veranlassen. „Andere Bürger haben ihre Straße bezahlt.“ Was die Zukunft der Alten Schule betrifft, so will der Gemeinderat in seiner Sitzung am 17. März ein Brandschutzgutachten in Auftrag geben.

Bei Windkraft klein Mitsprache-Recht

Ob dann die Feuerwehr, die Schützen oder Wohnungen in dem Gebäude untergebracht werden, ist weiter offen. Ein Feuerwehrmann unterstrich die Notwendigkeit eines neuen Domizils. „Im ganzen Landkreis gibt es kein Feuerwehrhaus wie unseres. Der Boden bricht durch, es gibt keine Heizung, nichts ist isoliert.“ Angesprochen wurde auch der geplante Bau von Windkraftanlagenin der Nachbargemeinde Merching (Landkreis Aichach-Friedberg).  Dosch machte deutlich, dass Althegnenberg hier kein Mitspracherecht habe, er aber dennoch das Gespräch mit den Verantwortlichen suche.

Den zum 1. März gestiegenen Abwasserpreis erklärte der Rathauschef mit den anstehenden Maßnahmen am Regenwasserkanal. Diese könne man nicht über einen Verbesserungsbeitrag umlegen, sondern müsse die Gebühr entsprechend erhöhe

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