Auf der 840-er Linie

Alle wollen Hybridbus fahren

Fürstenfeldbruck – Seit die Buslinie 840 neu in Bruck unterwegs ist, häufen sich Klagen über deren Unpünktlichkeit. Die Linie hat wirklich Probleme – und es gibt mehrere Gründe dafür.

Einer davon: Die Busfahrer müssen wesentlich mehr Einzelfahrkarten verkaufen als erwartet. Sprich: viele Brucker, die keine Dauerfahrkarte haben, wollen offenbar einfach mal die umweltfreundlichen Hybrid-Busse testen, die neuerdings auf der Linie verkehren. Der Fahrkartenverkauf sorgt natürlich für Verzögerungen, schildert Hermann Seifert, Experte für den Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) im Landkreis.

Gleichzeitig müssten sich die Fahrer aber auch noch an die Strecke gewöhnen – ein Phänomen, das auch auf anderen neuen Linien zu beobachten ist. Zudem habe es sehr viele Fahrgäste mit Mobilitätseinschränkungen gegeben. Für Seifert sind das Anfangsprobleme. Man müsse die Entwicklung beobachten und dann gegebenenfalls reagieren. Es könne aber auch sein, dass sich alles einfach einspielt.

Immer wieder diskutiert wird im Zusammenhang mit der 840 auch der neue 15-Minuten-Takt und dessen Sinnhaftigkeit. Wie Hermann Seifert erklärt, sei die Linie zuvor praktisch an ihrer Kapazitätsgrenze gewesen. Man musste sich entscheiden: Setzt man Verstärkerbusse ein, deren Abfahrt sich keiner merken kann, oder geht man zum regelmäßigen 15-Minuten-Takt über?

Letzteres sei zweifellos die bessere Lösung, zumal die Linie sehr viel Brucker Binnenverkehr aufnehme und nicht nur als Zubringer zur S-Bahn genutzt wird. Die Abstimmung mit der S-Bahn sei ganz unabhängig von der Art des Taktes ohnehin schwierig. Denn die S-Bahnen fahren nicht so pünktlich, wie viele es sich wünschen würden.

Insofern kann man mit dem 15-er Takt Dusel haben und punktgenau bei der S-Bahn ankommen, auch wenn die Verzahnung beider Fahrmöglichkeiten auf dem Papier eine ganz andere ist. Insgesamt ist Seifert überzeugt: Für die allermeisten Fahrgäste bringt der 15-er Takt Vorteile.  st

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