Alle wollen in den Klima-Beirat

Fürstenfeldbruck - Überraschendes Interesse an einem Gremium, das höchstens zwei Mal im Jahr zusammenkommen soll:

Für den neuen Klimaschutzbeirat wurden im Umweltausschuss des Kreistags jetzt zwei Vertreter nachnominiert.

So soll auf Vorschlag von Johann Wörle (CSU) auch „das arbeitende Volk“ in Gestalt der Kreishandwerkerschaft Sitz und Stimme in dem Beirat erhalten. Schließlich seien es Fachleute wie Heizungsbauer oder Solartechniker, die maßgeblich für den Klimaschutz tätig seien. Ebenfalls mitreden darf die Komm-Energie, die anders als die übrigen drei kommunalen Stromversorger in der Vorschlagsliste der Verwaltung vergessen worden war.

Von der Mehrheit aus CSU und Freien Wählern abgelehnt wurde eine Teilnahme des Agenda-21-Büros. CSU, SPD und Grüne stimmten gegen die Abfallgesellschaft GfA, die sich Klaus Wollenberg (FDP) als „kritischen Geist“ in einem ansonsten meinungskonformen Gremium gewünscht hatte. Auch die Atomlobby sei im Klimaschutzbeirat ja nicht vertreten, scherzte Landrat Thomas Karmasin (CSU).

Die nunmehr 20-köpfige Runde setzt sich außerdem aus Vertretern der Verwaltung, Angehörigen der Fraktionen und weiteren Verbänden wie ADFC, Bund Naturschutz und Bauernverband zusammen. Auftrag ist die „Begleitung und Beratung“ des Klimaschutzmanagements, das wiederum das Klimaschutzkonzept in die Realität umsetzen soll. Dafür sollen ein bis zwei Sitzungen pro Jahr genügen. op

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