Haushalt beschlossen 

Alling geht an die Rücklagen

Alling kann in diesem Jahr reichlich Geld ausgeben. Der Gemeinderat beschloss jetzt einstimmig einen Haushalt für 2017 mit einem Gesamtvolumen von fast 13 Millionen Euro. 

Alling – Die Vertreter fast aller Fraktionen verwiesen in ihren Haushaltsreden allerdings auf die noch bevorstehende Mammutaufgabe der Wassernetzsanierung. Die Kosten dafür werden freilich auch in den Folgejahren nicht aus dem allgemeinen Etat bestritten.

Die Diskussion um eine verträgliche Finanzierungsform für die Leitungserneuerung werde sicher noch spannend, meinte Bürgermeister Frederik Röder (CSU), der außerdem auf Ausgaben der Zukunft für eine weitere Kindertagesstätte und ein neues Bürgerzentrum verwies. Grundsätzlich wurde Finanzreferent und CSU-Fraktionschef Hermann Dejako: Gegen Politik- und Demokratieverdrossenheit anzugehen, sei auch Aufgabe des Gemeinderates. Dazu gehöre, Mehrheitsentscheidungen auch einmal zu akzeptieren und nicht ständig nachzuhaken. Bei der Haushaltsvorberatung hätten aber alle Seiten konstruktiv mitgewirkt.

Den „guten sachlichen Stil“ im Finanzausschuss lobte auch Simone Stenzer. Sie erinnerte aber an die Forderung ihrer Freien Wähler, die Grundeigner bei Straßenausbauten nicht über Gebühr zu belasten. Dasselbe gelte für die Wasserversorgung, bei der „alternative Finanzierungsmodelle“ gebraucht würden.

Für Ludwig Stecher (DG Biburg) wurde die „elegante Lösung“, ein Anschluss an den Wasserzweckverband, verpasst. Jetzt gelte es, die Rohrnetzerneuerung nach dem „Verursacherprinzip“, also über die Wassergebühren, zu finanzieren, statt Hauseigentümer existenzgefährdend zu belasten. Hubert Winkler (SPD) hatte am Haushalt „nichts zu kritisieren“. Ingrid Schilling (Bürgerschaft Alling) erkannte, „dass wir alle für unseren Ort nur das Beste wollen“.

Kämmerer Reinhard Kempka rechnet für 2017 mit weiter sprudelnden Steuereinnahmen und einem Überschuss von mehr als 1,1 Millionen Euro. Dennoch werden für die Investitionen in diesem Jahr drei Viertel der Rücklagen von 2,3 Millionen Euro verbraucht. Größte Posten sind der Ausbau der Kreuzung von Staatsstraße und Steinlacher Weg, der Radweg nach Pfaffing und erste Teilstücke im Rahmen des neuen Radwegkonzepts sowie der Breitbandausbau. op

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