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Dramatische Situation in Alling

44 Anmeldungen für 26 Kindergartenplätze

Was aufgrund der Bevölkerungsentwicklung schon länger vorausgesagt war, ist nun eingetreten: Alling gehen die Plätze für die Kinderbetreuung aus.

AllingWährend die beiden Krippen in Alling und Biburg den Bedarf noch decken können, kommen nach den aktuellen Einschreibungszahlen ab dem nächsten Betreuungsjahr im Allinger Kindergarten 44 Anmeldungen auf 26 freie Plätze. In Biburg müsste nur eine Familie vertröstet werden. An beiden Stellen könnten allerdings noch Besucher anklopfen, die noch ein Jahr von der Schule zurückgestellt werden.

Fast dramatisch ist sogar die Situation für den Hort. Die Eltern von 22 Erstklässlern, allesamt berufstätig, haben sich für sieben freie Plätze beworben. Der Gemeinderat entschloss sich jetzt zu einer Zwischenlösung und will – das Einverständnis der Kirche vorausgesetzt – Container auf der Wiese vor dem Allinger Pfarrheim aufstellen. Ein Gröbenzeller Architekt wurde außerdem beauftragt, Pläne auszuarbeiten, wie die Kinder künftig untergebracht werden könnten. Aufstockung des bestehenden Kindergartens, ein Anbau oder ein ganz neues Kinderhaus sind denkbare Optionen.

Die Zahlen seien nicht überraschend, „aber wir müssen handeln“, sagte Bürgermeister Frederik Röder (CSU) zu Beginn einer streitfreien Debatte. Die Interimslösung in Pavillons wurde allgemein akzeptiert – allein „um Zeit zu gewinnen“, wie Bildungsreferentin Angelika Reichlmayr (Dorfgemeinschaft Biburg) formulierte, und immer vorausgesetzt, dass sich auf einem „abgegriffenen Markt“ genügend Betreuungspersonal finde. Sie riet auch dazu, bei neuen Räumlichkeiten auf künftige mögliche Nutzungen zu achten: Der Run auf Kita-Plätze müsse nicht ewig anhalten. Vorgaben wurden dem Planer nicht gemacht. Während Werner Neumann (FW) einen Neubau für unverzichtbar hielt, wollte Hans Schröder (CSU) nicht ausschließen, ein bestehendes Gebäude aufzustocken und „das Eistütendach“ zu überbauen. Die Finanzierung ist noch nicht gesichert, aber bereits beschlossen: Für das kommende Haushaltsjahr ist eine Kreditaufnahme von 1,5 Millionen Euro vorgesehen.

Auch für den Hort soll in neuen Räumlichkeiten Platz geschaffen werden, denn an dem Konzept der Nachmittagsbetreuung soll erst einmal festgehalten werden. Leitung und Kollegium der Grundschule wünschen sich laut Bürgermeister Röder, „nicht gleich auf den Ganztagszug aufzuspringen“.

Aus einer privaten Initiative kam der Vorschlag, einen Waldkindergarten zu errichten. Zu einem Informationsabend kamen zwar zahlreiche Eltern, nur für sieben Kinder wurde danach aber ernsthaftes Interesse signalisiert. Dieses Projekt will der Gemeinderat allerdings nicht aus den Augen verlieren und sich das Konzept für die Kindertagesstätte im Grünen noch genauer vorstellen lassen. (op)

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