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Beispielfoto: Rote Ampel

In Alling

Absage an die Erziehungs-Ampel

 Eine Ampel auf Rot, auch wenn keine Fußgänger queren und kein Verkehr aus den Seitenstraßen wartet? Dies wünschen sich mehrere Allinger Gemeinderäte für die künftige Lichtzeichen-Anlage an der Kreuzung von Staatsstraße, Waldstraße und Steinlacher Weg.

Alling– Die Laster rauschten teilweise mit 70 in den Ort, dieses Tempo müsse „gebrochen“ werden, meinte Verkehrsreferent Hubert Winkler (SPD), als über den endgültigen Kreuzungsausbau im Gemeinderat diskutiert wurde. Auch Johann Schröder (CSU) wünschte sich verkehrsunabhängige Rot-Phasen für Raser auf der Gilchinger Straße.

Beim zuständigen Staatlichen Bauamt stoßen solche Ideen freilich auf taube Ohren, wie der Ausbauplaner berichtete. Eine Ampel sei keine „Verkehrserziehungsanlage“, so die Position der Behörde. Und für ganz abwegig hält man dort offenbar die – technisch realisierbare – Idee, vor Fahrzeugen mit überhöhter Geschwindigkeit auf Rot zu schalten.

Unterstützung bekam das Bauamt von Erich Heinz (CSU), Polizist in Germering: Eine Straße sei grundsätzlich dafür da, den Verkehr aufzunehmen und möglichst flüssig durchzulassen. Und zurecht rege sich jedermann auf, „wenn er wegen so einem Hanswurstelzeug im Stau steht.“

Sollte allerdings die anstehende Verkehrszählung erhärten, dass zu viele zu schnell unterwegs sind, könnte man mit den neuen Daten noch einmal an die Behörde herantreten, meinte Bürgermeister Frederik Röder. Der Gesamtausbau ist bei den Kosten (rund 300 000 Euro für die Gemeinde) und der Dauer im Plan. Fertigstellung soll noch dieses Jahr sein. Olf Paschen

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