Werner Neumann fürchtet den Verlust eines Stückes „von unserem alten Alling“.

Alling

Alte Schule bleibt noch stehen

 Eine bedenkenswerte Idee, aber wohl nicht realisierbar: So reagierte der Gemeinderat auf einen Vorschlag von Vize-Bürgermeister Hans Schröder (ABV).

Alling– Der hatte angeregt, das derzeit nur als Lager genutzte alte Allinger Schulgebäude im Zuge der Umbauarbeiten am Rathaus ebenfalls abzureißen. Irgendwann müsse der Altbau ohnehin weg und auf diese Weise spare man teure Investitionen für einen Anschluss an den neu entstehenden Rathaus-Mitteltrakt.

Das sei zwar richtig, so die Einschätzung der Kollegen. Dann aber müsse man auch gleich neu bauen – und dafür fehle das Geld.

Nach bisherigem Planungsstand wird der nördliche Teil des Rathauses, in dem zuletzt Sitzungssaal, Trauungszimmer und die Landjugend Platz fanden, wieder an den neuen Mittelbau angebunden. Wegen der unterschiedlichen Höhenniveaus ist das aber teurer als gewöhnlich. Zudem ist es keine Investition in die Zukunft, denn die alte Schule soll irgendwann einem Neubau weichen. Dennoch, so das Ergebnis der Diskussion, bleibt es beim bisherigen Fahrplan.

Zum einen bräuchte der künftige Mitteltrakt ohne den abgebrochenen Bauteil eine Außentreppe, die Kostenersparnis wäre also geringer.  Zum anderen könne man kaum abreißen und dann erst mal einen leeren Platz hinterlassen. Denn an so einen Anblick könnten sich die Nachbarn gewöhnen, die dann nur schwer von einem Neubau zu überzeugen wären, meinte Bürgermeister Frederik Röder (CSU).

Für die Alternative, gleich neu zu bauen, fehlen aber die Mittel. Eine weitere Kreditaufnahmen über die fünf Millionen für das Kinderhaus hinaus ist kaum denkbar, würde wahrscheinlich auch von der Rechtsaufsicht beanstandet: Anders als eine Kita ist ein Rathaus-Anbau keine kommunale Pflichtaufgabe.

In der Sitzung wurde sogar die Frage aufgeworfen, ob die alte Schule nicht noch länger Bestand haben könne als bisher geplant. Schließlich verliere man sonst wieder „ein Stück von unserem alten Alling“, meinte Werner Neumann (FW). Ludwig Stecher (DG Biburg) wollte erst in einigen Jahren über einen Neubau oder eine Sanierung entscheiden. Für Letzteres sei allerdings die Bausubstanz zu schlecht, meinte Röder.(op)

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Städtebaulicher Hingucker in Mammendorf
Der Anbau für die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Mammendorf ist fast fertig. Im März startet der Umzug in die neuen Büros. Bürgermeister Josef Heckl freut sich auch …
Städtebaulicher Hingucker in Mammendorf
Grafrath fordert Tempo 30 in Unterführung und auf Kreisstraße
Tempo 30 auf der Kreisstraße vom Bahnhof bis zum Bürgerstadel: Das fordert einmal mehr der Gemeinderat.
Grafrath fordert Tempo 30 in Unterführung und auf Kreisstraße
Feuerwehr werkelt noch an Faschingswagen
Seit über 70 Jahren ist die Gernlindener Feuerwehr beim Faschingszug dabei. Kein Wunder: Sie hat von allen Teilnehmern den kürzesten Anfahrtsweg – der Zug beginnt vor …
Feuerwehr werkelt noch an Faschingswagen
Mehr Geld für alle Erzieherinnen
Germering weitet die Zahlung der München-Großraum-Zulage auch auf die nichtstädtischen Träger von Kindertagesstätten aus. 75 Prozent der Kosten werden übernommen. …
Mehr Geld für alle Erzieherinnen

Kommentare