Finanzen

Alling beschließt Haushalt einstimmig

Einige kritische Anmerkungen gab es zwar, aber letzendlich hat Allings Gemeinderat den Haushalt für 2019 einstimmig beschlossen.

Alling  Der Finanzplan hat einen Verwaltungsteil von knapp neun Millionen Euro und enthält Investitionen, die die Drei-Millionen-Grenze überschreiten. Aber Aufsehen erregende Einzelposten findet man darin nicht. Er gilt allerdings auch als Übergangshaushalt. Denn ab dem kommenden Jahr wird die Gemeinde für anstehende Projekte – neues Kinderhaus, Rathaus-Umbau, Straßenentwässerung am Weinberg – erheblich mehr Geld in die Hand nehmen, beziehungsweise als Kredit aufnehmen müssen.

Bei der Vorstellung verwies Bürgermeister Frederik Röder (CSU) auf das anhaltend hohe Investitionsniveau, das aber dank gestiegener Steuereinnahmen ohne Rückgriff auf das Ersparte finanziert werden könne. Finanzreferent und CSU-Fraktionschef Hermann Dejako würdigte den geplanten Rücklagenstand von 2,2 Millionen Euro am Jahresende. Dieser werde aber freilich für die kommenden Aufgaben nicht ausreichen.

Für die Freien Wähler regte Werner Neumann an, wieder neue Einnahmequellen zu erschließen: Grundstücke zu kaufen und zu verkaufen, „ohne von Bauträgern und Grundeigentümern abhängig zu sein“. Ludwig Stecher von der Biburger Dorfgemeinschaft hielt es für erfreulich, dass man ohne große Altlasten ins kommende Jahr gehen könne. Nachholbedarf sah er aber beim Radwegebau. Während Alling selbst in dieser Hinsicht bestens aufgestellt sei, lasse die Vernetzung der anderen Ortsteile zu wünschen übrig.

Hubert Winkler (SPD) sprach von einem „soliden Haushalt einer wohlhabenden Gemeinde“, Ingrid Schilling (Bürgerschaft) nannte den Finanzplan „nachhaltig und zukunftsorientiert“. Hans Schröder (fraktionslos) mahnte dazu, auf ein vernünftiges Verhältnis bei den Personalausgaben zu achten. Außerdem dürfe man sich von einer lang anhaltenden Hochkonjunktur nicht täuschen lassen. Es würden auch wieder weniger gute Zeiten kommen. (op)

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